College Basketball
March Madness: Michigan State schlägt Duke um Zion Williamson
Zion Williamson wechselt in die NBA ohne die ersehnte Meisterschaft im College Basketball. Im Viertelfinale der March Madness scheitert Titelfavorit Duke hauchdünn.
Der Traum von Zion Williamson vom Gewinn der Meisterschaft im College Basketball ist ausgeträumt.
Die Duke Blue Devils um den vermutlichen No.1-Pick im kommenden NBA-Draft unterlagen in der Nacht auf Montag den Michigan State Spartans mit 67:68 (37:30) und verpassten damit den Einzug in das Final Four.
Die entscheidenden Punkte machte Spartans-Star Cassius Winston, der gut eine Minute vor dem Ende einen offenen Wurf nicht traf, sich jedoch den Rebound schnappte und den anschließenden Dreier versenkte.
Vor den Augen von Spartans-Legende Magic Johnson lief der Guard zu Hochform auf und kam dank 20 Punkten und zehn Rebounds auf ein Double-Double. Duke kam anschließend durch einen Freiwurf nur noch auf einen Punkt heran.
Williamson verliert letztes College-Spiel
Williamson trumpfte mit 24 Punkten und 14 Rebounds zwar noch stärker auf, konnte aber die Niederlage in seinem wohl letzten College-Spiel nicht verhindern.
"Jetzt ist nicht die Zeit, um an sich zu zweifeln", sagte Winston nach dem Spiel. "Jetzt ist nicht die Zeit, um diese großen Momente schüchtern an sich vorbeiziehen zu lassen." Auch Dukes Headcoach Mike Krzyzewski erkannte die großartige Leistung an. "Winston hat den Unterschied gemacht. Er hat entweder getroffen oder den Assist gegeben. Er ist der beste Guard, gegen den wir gespielt haben."
Auburn ringt Kentucky nieder
Williamson erklärte nach dem Spiel, die Wahrscheinlichkeit sei groß, dass er nicht mehr im College Basketball auflaufen werde. "Wir sind natürlich sehr enttäuscht, aber Gratulation an Michigan State. Wenn man sich in der Kabine umschaut und seine Teamkollegen ansieht, seine Brüder - und dann darüber nachdenkt, dass diese Gruppe wahrscheinlich nie wieder zusammen spielen wird..."
Somit ist neben Gonzaga auch der zweite große Favorit nicht im Halbfinale der March Madness vertreten. Neben Michigan State erreichten dieses Texas Tech, Virginia und Auburn, die sich mit 77:71 nach Verlängerung gegen Kentucky durchsetzten und damit erstmals im Final Four vertreten sind.
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College-Basketball
Alte Trainer rosten nicht
Im Fußball bleiben die meisten Coaches nur für ein paar Jahre bei einem Verein. Im College-Basketball können es mehrere Jahrzehnte werden. Zwei der dienstältesten Trainer treffen nun aufeinander.
Im März 1980, Helmut Schmidt war noch Bundeskanzler und Jimmy Carter US-Präsident, wurde der damals 33-jährige Mike Krzyzewski zum Trainer des College-Basketball-Teams der Duke Blue Devils ernannt. 39 Jahre später hat sich daran nichts geändert: Krzyzewski ist immer noch Coach der prestigeträchtigen Privatuniversität in Durham, North Carolina.
Aus deutscher Sicht mag das außergewöhnlich klingen. In der Fußball-Bundesliga halten die meisten Trainer wenn überhaupt nur wenige Jahre bei einem Verein durch. Im College-Basketball sind lange Amtszeiten im Gegensatz zu vielen Profisportarten eher die Regel als Ausnahme.
Krzyzewski ist noch nicht einmal dienstältester Trainer des Landes. Jim Boeheim trainiert sogar schon seit 1976 ununterbrochen die Syracuse Orange. Insgesamt zehn Trainer sind schon vor der Jahrtausendwende zu ihrem aktuellen Team gekommen. An 49 der insgesamt 353 Universitäten auf der höchsten Ebene des College-Systems sind die Basketball-Trainer schon mindestens zehn Jahre im Amt.
Duell der Trainerlegenden
Am Sonntagabend (23.05 Uhr, Stream: DAZN) kommt es im Viertelfinale der diesjährigen Meisterschaft im College-Basketball, der March Madness, zum Duell zweier Trainerlegenden: Krzyzewskis Blue Devils treffen mit ihrem Starspieler Zion Williamson auf die Michigan State Spartans. Trainer der Spartans ist seit 1995 Tom Izzo. Zusammen haben Izzo und Krzyzewski 64 Jahre auf der Trainerbank ihrer Teams verbracht - und in dieser Zeit zahlreiche Erfolge gefeiert. Izzo holte im Jahr 2000 die Meisterschaft, Krzyzewski gewann sogar schon fünf Titel. "Coach K" hat mehr Spiele gewonnen als alle anderen College-Basketball-Trainer der Geschichte.
Izzo und Krzyzewski kennen sich gut, sind auch privat befreundet: Zum 13. Mal treffen sie nun sportlich aufeinander. Im Duell der Trainer-Urgesteine hatte bislang aber meistens Krzyzewski die Nase vorne. Seine Blue Devils haben elf der zwölf Duelle gewonnen. "Wir sind aufgeregt, dass wir die Gelegenheit bekommen gegen ein so geschichtsträchtiges Team und Trainer spielen zu können", sagte Krzyzewski vor dem Duell.
Warum ein College-Job attraktiv ist
Aber warum wechseln erfolgreiche College-Trainer wie Krzyzewski oder Izzo nicht in die Profiliga NBA? Vereinzelt kommt das durchaus vor. Billy Donovan etwa, aktuell Trainer der Oklahoma City Thunder, trainierte davor das College-Team der Florida Gators und führte das Team in dieser Zeit zu zwei Meisterschaften. Insgesamt dürfte ein College-Job an einer der renommierten Universitäten mit einem gutem Basketball-Programm aber sogar attraktiver sein als ein NBA-Trainerposten.
Das hat mehrere Gründe: College-Jobs sind ebenfalls sehr gut bezahlt. Laut einer Schätzung von "USA Today" wird Krzyzewski in diesem Jahr 7,05 Millionen US-Dollar verdienen. Lediglich John Calipari, Coach der Kentucky Wildcats, bekommt mit 9,29 Millionen US-Dollar unter den College-Trainern in diesem Jahr ein noch höheres Gehalt. Tom Izzo liegt mit geschätzten 4,16 Millionen US-Dollar in der Rangliste auf Platz drei. Im Vergleich zu den NBA-Posten haben College-Trainer zudem eine höhere Jobsicherheit.
Kurze Saison, hohe Aufmerksamkeit
Außerdem ist die College-Saison kürzer und mit etwa halb so vielen Spielen nicht so kräftezehrend wie in der NBA. Die öffentliche Aufmerksamkeit ist aber ähnlich groß wie die der Profiliga. Das Endspiel um die College-Meisterschaft im vergangenen Jahr zwischen Michigan und Villanova sahen mehr Leute als das entscheidende siebte Spiel im NBA-Halbfinale zwischen den Golden State Warriors und den Houston Rockets - und auch die anschließende NBA-Finalserie hatte nur leicht bessere Einschaltquoten als das College-Endspiel.
Auch beim Spiel Duke gegen Michigan State werden wieder Millionen US-Amerikaner vor den TV-Bildschirmen sitzen. Wer das Spiel am Ende gewinnen wird, ist für die Zukunft von Krzyzewski und Izzo unerheblich. Auch im kommenden Jahr dürften sie wieder auf der Trainerbank sitzen. Gefeuert werden sie ohnehin nicht, aufhören müssten sie schon selbst. Krzyzewski ist inzwischen 72 Jahre alt, Izzo 64. Vom Ruhestand haben aber beide noch nicht gesprochen.
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Zions Duke zittert bis zum Ende
Drama pur bei der Partie zwischen den Duke Blue Devils mit Zion Williamson und den UCF Knights. Die Knights verpassen gleich zwei Mal den Coup gegen den Favoriten.
Der College-Superstar und sein Team gewannen in der zweiten Runde des NCAA-Tournament mit 77:76 gegen die UCF Knights.
Williamson kam dabei auf 32 Zähler, elf Rebounds und vier Assists. Der künftige Nummer-Eins-Pick des NBA-Drafts traf dabei 50 Prozent seiner Wurfversuche. Auf Seiten der Knights kam Aubrey Dawkins auf 32 Zähler.
Herzschlagfinale zwischen Duke und UCF
Die Partie zwischen den topgesetzten Blue Devils und den an Position neun gesetzten Knights entwickelte sich zu einem echten Herzschlagfinale. Am Ende dankte Duke-Coach Mike Krzyzewski dem "Basketball-Gott" und Williamson erklärte: "Wir standen bereits mit dem Rücken zur Wand."
Turnierfavorit Duke lag 15 Sekunden vor Ende der Partie noch mit drei Zählern in Rückstand, als Zion gegen den 2,29 Meter großen Tacko Fall zum Korb zog und den Ball dort unterbrachte plus Bonusfreiwurf. Diesen konnte Williamson allerdings nicht verwandeln, doch Teamkollege RJ Barrett schnappte sich den Offensivrebound und brachte Duke mit einem Zähler in Front.
"Ich habe gemacht was ich konnte, um diesen Rebound zu bekommen", erklärte Barrett nach der Partie.
Knights vergeben zwei Chancen zum Sieg
So blieben UCF noch gute zehn Sekunden, um den Favoriten aus dem Turnier zu werfen. Und sie bekamen ihre Chance, genau genommen sogar zwei. B.J. Taylor verpasste nach seinem Zug zum Korb einen Sprungwurf, doch UCF-Topscorer Dawkins konnte sich den Rebound schnappen. Doch auch sein Versuch rollte am Ring entlang und fiel schließlich heraus.
"Der Ball war ewig da oben, ich fühlte mich wie in der Zeitlupe", schilderte Dawkins, dessen Vater das Team trainiert und früher unter Duke-Coach Krzyzewski Assistenztrainer war.
Statt des Außenseiters UCF sicherten sich am Ende Williamson und Co. das Ticket für das "Sweet 16" und trifft dort nun auf das an Position vier gesetzte Virginia Tech.
Tar Heels fertigen Huskies ab
Die ebenfalls topgesetzten North Carolina Tar Heels stehen auch im "Sweet 16"
Sie setzten sich mit 81:59 gegen die Washington Huskies durch. Topscorer waren Luke Maye und Nassir Little mit jeweils 20 Punkten. Für die Huskies war Jaylen Nowell mit zwölf Zählern der beste Punktesammler.
Im vergangenen Jahr waren die Tar Heels bereits in der zweiten Runde gescheitert.
Märchen von UC Irvine endet
Dagegen ist das Märchen von UC Irvine mit Collin Welp beendet.
Welp und seine Teamkollegen unterlagen in der zweiten Runde den Oregon Ducks mit 54:73. Dabei blieb der Sohn von Europameister Christian Welp ohne Punkte.
Bester Werfer der Partie war Ducks-Guard Payton Pritchard mit 18 Zählern.
UC Irvine hatte in der ersten Runde den ersten Sieg beim NCAA-Tournament überhaupt eingefahren.
College-Basketball
Zion Williamson führt Duke zum Titel und gewinnt MVP
Die Duke Blue Devils haben sich durch einen 73:63-Erfolg gegen Florida State den Titel des ACC-Tournaments gesichert. Der überragende Akteur war dabei erneut der potenzielle Nr.1-Pick Zion Williamson, der zudem als MVP des Turniers ausgezeichnet wurde.
Nicht einmal ein ganzer Monat ist vergangen, seit sich Zion Williamson im Spiel gegen North Carolina am Knie verletzt und zahlreiche Experten ihm in Anbetracht seines Potenzials als künftiger Nr.1-Draft-Pick geraten hatten, seine College-Karriere frühzeitig zu beenden.
Nun hat er die Duke University mit der nächsten spektakulären Performance zum Titel in der ACC geführt und gleichzeitig die MVP-Trophäe des Turniers abgestaubt. "Für die Leute, die gesagt haben, ich solle nicht zurückkehren: Ich konnte meine Brüder und meine Coaches nicht einfach alleine lassen", erklärte Williamson nach der Partie.
Stattdessen überragte der 18-Jährige mit gewohnt krachenden Dunks, spektakulären Pässen und 21 Punkten (7/11 FG) im Finale gegen Florida State. Die konnten dank Mfiondu Kabengele (14 Punkte) und Terance Mann (12, 8 Rebounds) eine Halbzeit lang noch gut mithalten, dann übernahmen die Blue Devils aber die Kontrolle.
Ein 8:0-Lauf Mitte der zweiten Hälfte brachte Duke eine 14-Punkte-Führung, zwar verkürzten die Seminoles wenige Minuten vor dem Ende nochmal auf 5 Zähler, doch schlussendlich ließen sich Zion und Co. die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.
Zion Williamson gewinnt für Duke die MVP-Trophäe
Damit sicherte sich Duke den 21. ACC-Titel und geht als einer der Favoriten in die kommende Woche beginnende March Madness. Williamson bekam zudem die Auszeichnung als MVP des Turniers, nachdem er in drei Spielen durchschnittlich 27 Punkte und 10 Bretter auflegte. Er ist erst der sechste Freshman in der 66-jährigen Geschichte des Turniers, dem diese Ehre zuteilwurde.
Neben Williamson wusste auf Seiten von Duke auch R.J. Barrett zu überzeugen. Der andere Top-Prospect aus dem Team von Coach Mike Krzyzewski kam auf 17 Punkte, 9 Rebounds und 4 Steals. Tre Jones erzielte 18 Punkte, während Cam Reddish (11, 2/8 FG) mit Problemen zu kämpfen hatte.
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Zion Williamson glänzt bei Debüt-Sieg für Duke vs. Kentucky
YouTube-Phänomen Zion Williamson zeigt bei seinem College-Debüt für Duke eine bärenstarke Performance. Beim Sieg gegen die Wildcats ist er aber nicht Topscorer.
Was für ein Einstand für Zion Williamson!
Vor rund eineinhalb Jahren begann der heute 18-Jährige die Basketball-Welt mit krachenden Dunks und spektakulären Blocks in den sozialen Netzwerken in Ekstase zu versetzen. Nun hat er für die Duke Blue Devils sein College-Debüt gegeben, und wie!
Mit 118:84 schossen die Blue Devils die Kentucky Wildcats beim Champions Classic im Bankers Life Fieldhouse in Indianapolis vom Parkett. Entscheidenden Anteil hatte dabei Zion Williamson. Der Forward glänzte mit 28 Punkten und sieben Rebounds und war damit noch nicht einmal Topscorer seines Teams.
Große Ambitionen bei Duke
RJ Barrett durfte sich sogar für 33 Zähler, sechs Assists und vier Rebounds freuen. Beide Spieler gelten als kommende Anwärter für den ersten Pick beim NBA-Draft. Insgesamt zeigte das Team von Head Coach Mike Krzyzewski eine außergewöhnliche Performance und ließ zu keiner Zeit Zweifel am Sieg aufkommen.
Bei den Wildcats stachen ebenfalls zwei Spieler hervor. Reid Travis (22 Punkte) und Keldon Johnson (23 Punkte) lieferten für ihr Team die meisten Zähler.
Kurios: In beiden Halbzeiten stand am Ende das gleiche Ergebnis 59:42.
Nach dem Spiel zeigte sich Duke-Point-Guard Tre Jones im Bleacher-Report-Interview selbstbewusst: "Ich persönlich denke, wir sind die beste Nachwuchsmannschaft, die es je gab. Aber das ist jetzt vorbei. Unser Ziel ist es, das beste Team aller Zeiten zu sein. Und nicht das beste Duke-Team, sondern die beste College-Mannschaft."
Alle Infos zum College Basketball
Die College-Basketball-Teams starten in die neue Saison.
In der NCAA, der besten College-Basketball-Liga der Welt, kämpfen über 300 Schulen um die Meisterschaft. Für viele junge Talente dient die Liga als Sprungbrett zu einer professionellen Basketball-Karriere.
SPORT1 US begleitet die NBA-Stars von morgen zum Auftakt beim hochkarätigen Champions Classic. Dort stehen die Kracher zwischen Kansas und Michigan State sowie das mit Spannung erwartete Duell Duke - Kentucky auf dem Programm.
Zu den großen Favoriten gehören erneut die Duke Blue Devils, die einige Abgänge verkraften mussten, aber unter anderem mit Highschool-Phänomen Zion Williamson nachgeladen haben.
- Wie läuft College Basketball?
Im Gegensatz zum Football spielen deutlich mehr Basketball-Teams in der höchsten Spielklasse (Division I) um die Meisterschaft. In der kommenden Saison sind es 351 Teams in 32 Conferences.
Zu Beginn der Saison werden kleinere Turniere und Partien gegen Teams anderer Conferences gespielt. Ab Januar geht es fast nur noch innerhalb der Conference zur Sache. Im Gegensatz zu NBA oder BBL werden am College zweimal 20 Minuten gespielt. Zudem ist die Shot Clock mit 30 Sekunden etwas länger.
- Was ist March Madness?
Das Meisterturnier wird wegen der vielen Überraschungen traditionell "March Madness" genannt. Nach den vier sogenannten Play-In-Games spielen die verbliebenen 64 Mannschaften im K.o.-System die Teilnehmer am Final Four aus.
Am Ende der regulären Saison werden in Conference-Turnieren die automatischen 32 Startplätze ausgespielt. Die verbliebenen 36 Tickets für das Finalturnier vergibt das sogenannte "Selection Committee". Dazu gehören meist Ex-Coaches oder Uni-Verantwortliche aus dem Sportbereich.
March Madness ist in den USA eine Kultveranstaltung mit riesigen Zuschauerzahlen und TV-Quoten. Es ist ein riesiges Spektakel mit einer sonst im US-Sport eher seltenen Stimmung in den Arenen. Das Final Four wird 2019 in Minneapolis, Minnesota ausgetragen - im NFL-Stadion der Minnesota Vikings.
- Wer sind die Favoriten?
Die Duke Blue Devils gehören trotz einiger Abgänge erneut zu den Top-Favoriten der Liga. Mit Marques Bolden kehr ihr Top-Scorer zurück. Außerdem hat der ehemalige US-Nationalcoach Mike Krzyzewski (seit 1980 im Amt) einige weitere Top-Spieler in ihren Reihen. In den vergangenen drei Spielzeiten verpassten die Blue Devils allerdings den Einzug ins Final Four.
Die Villanova Wildcats gehen als Titelverteidiger ins Rennen. Sie mussten nach dem Erfolg in der vergangenen Saison einen herben Rückschlag hinnehmen: Die vier besten Scorer verließen den Champion, dennoch stehen sie in den Top Ten der Preseason.
Die Kansas Jayhawks haben ihr Team ordentlich aufgerüstet und gehören auch zum Favoritenkreis. Eine Chance auf den Titel haben auch die Kentucky Wildcats. Auch mit Dukes Erzrivale North Carolina dürfte zu rechnen sein.
- Wer sind die Stars?
R.J. Barrett läuft für die Duke Blue Devils auf und ist der heißeste Kandidat auf den Titel "Player of the Year".
Seine Teamkollegen Cameron Reddish und Zion Williamson sorgen bei Duke ebenfalls für Verstärkung und werden die NCAA aufmischen. Barretts härtester Konkurrent könnte der erfahrene Luke Maye werden. North Carolinas Topscorer geht in seiner letzte College-Saison und möchte nach 2016 seinen zweiten Titel nach Chapel Hill zu Michael JordansAnzeige: Bis zu 40% Rabatt im NIKE-SALE [powered by kontextR] Alam Mater holen.
Carsen Edwards, Point Guard der Purdue Boilermakers, schaffte fast den Sprung in die NBA, ist nun aber doch zurück am College. Im letzten Jahr erzielte er durchschnittlich 18,5 Punkte pro Spiel.
Nassir Little (North Carolina), Mike Daum (South Dakota State) und Caleb Martin (Nevada) können allesamt Top-Draftpicks werden. Der in Japan geborene Stretch-Vierer Rui Hachimura will die Gonzaga Bulldogs ins Final Four führen und danach in die NBA wechseln.
- Welche Deutschen sind dabei?
In diesem Jahr stehen zwölf deutsche Spieler im Kader eines Division-I-Colleges. Nach dem Wechsel von Moritz Wagner in die NBA gibt es keinen echten Titelkandidaten, aber immerhin einen Nationalspieler.
Nach vielen Verletzungen nimmt Point Guard Makai Mason (15 A-Länderspiele) einen letzten College-Anlauf. Nach seinem Abschluss an der renommierten Yale University wechselte er zu Baylor nach Texas. Jene Baylor Bears hatte er 2016 zum Auftakt von March Madness sensationell mit Yale aus dem Turnier geworfen.
Zu beachten ist auch der Münchner Flügelspieler Oscar da Silva, der in seine zweite Saison für Stanford geht. Jonathan Bähre (Clemson) und Marten Linßen (UNC Wilmington) müssen nach ihrem Uni-Wechsel dagegen 2018/19 aussetzen.
NCAA
Ein ehemaliger Adidas-Manager ist der Bestechung von Basketball spielenden Studenten in den USA schuldig gesprochen worden. Ein Bundesgericht in New York verurteilte den ehemals für das Marketing im Basketball-Geschäft von Adidas zuständigen James Gatto wegen Betrugs, weil er besonders talentierte Basketballer von der High School an Universitäten gelockt hatte, deren College-Teams von dem fränkischen Sportartikelhersteller ausgerüstet wurden.
Damit habe er zusammen mit seinen beiden Mitangeklagten die Universitäten und die Organisation betrogen, die den zuschauerträchtigen Sport an den Colleges organisierten, entschied das Gericht am Mittwoch. Die Regeln der US-College-Basketball-Liga NCAA verbieten Geldzahlungen an Spieler.
eben Gatto befand das Gericht auch Merl Code, einen ehemaligen Berater von Adidas Börsen-Chart zeigen , und Christian Dawkins, der für eine Sportmanagement-Firma gearbeitet hatte, für schuldig. Es ist das erste Verfahren, seit FBI-Ermittler die Machenschaften rund um die National Collegiate Athletic Association (NCAA) umfassend unter die Lupe genommen hatten. Von Untersuchungen gegen die US-Konzerne Nike und Under Armour ist nichts bekannt.
Sie warfen Gatto vor, Basketballer mit Bestechungszahlungen an die North Carolina State University, die University of Louisville, die University of Kansas und die University of Miami geholt zu haben. Sie bekamen dort Sportstipendien, obwohl sie nach den Regeln der NCAA keine Amateure mehr waren und deshalb nicht für ihre Mannschaften hätten spielen dürfen.
Die Verteidiger hatten argumentiert, dass eine Verletzung der NCAA-Regeln kein Verbrechen darstelle. Ihre Mandanten hätten den Universitäten nur helfen wollen, Star-Spieler an Land zu ziehen. Adidas erklärte, man respektiere das Urteil. "Wir werden weiterhin konstruktiv mit der NCAA und allen Beteiligten daran arbeiten, das Umfeld des College-Basketballs zu verbessern", sagte eine Sprecherin. "Fairness und ethisch korrektes Geschäftsgebaren haben für uns oberste Priorität."
NCAA
Hier spielten die künftigen Michael Jordans und Shaquille O’Neals. College Basketball ist in den USA ein Mega-Event! Den Saison-Auftakt gab's in Ramstein.
Jedes Jahr findet das Eröffnungsspiel auf einer anderen US Air Base auf der Welt statt. Diesmal waren die NBA-Stars in spe in der Westpfalz.
Knapp 3.000 Zuschauer kamen und sahen ein richtig geiles Spiel - in einem Flugzeug-Hangar! Der wurde kurzerhand zu einer Basketball-Halle umfunktioniert.
Das Auftaktspiel zwischen den Unis aus Texas und West Virginia (Endstand 88:65) wurde live nach Amerika übertragen. Die Stimmung war einfach der Hammer!
College Basketball: Präsident Trump hilft LiAngelo Ball in China
Ball-Verhaftung: Trump interveniert
Donald Trump ist auf China-Reise. Der US-Präsident nutzt seinen Besuch, um sich für die verhafteten College-Basketballer um LiAngelo Ball einzusetzen.
US-Präsident Donald Trump hat sich bei seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping für drei verhaftete College-Basketballer aus den USA eingesetzt.
Das Weiße Haus hat diesen Vorgang der Zeitung Washington Post bestätigt. LiAngelo Ball, jüngerer Bruder von L.A.-Lakers-Spieler Lonzo Ball, sowie Cody Riley und Jalen Hill waren Anfang vergangener Woche in Hangzhou wegen Ladendiebstahls festgenommen worden. Sie sollen alle drei Sonnenbrillen gestohlen haben.
Das Team der Universität UCLA aus Los Angeles hatte in der nahe gelegenen Wirtschaftsmetropole Shanghai das Saison-Auftaktspiel gegen die Uni Georgia Tech bestritten.
Ladendiebstahl wird in China mit Haftstrafen von möglicherweise mehreren Jahren geahndet. Der Rest des UCLA-Teams war am vergangenen Samstag in die USA zurückgekehrt .
Trump hatte sich am vergangenen Samstag im Rahmen seiner Asien-Reise in Peking mit Xi Jinping getroffen. Wie das Weiße Haus erklärte, habe Trump den Fall angesprochen.
Wie ESPN erfahren haben will, soll Xi versprochen haben, dass die Spieler fair behandelt werden würden. Der Fall würde auch schnell behandelt.
NCAA
North Carolina gewinnt "March Madness
Die Universität von North Carolina hat zum sechsten Mal die College-Basketball-Meisterschaft in den USA gewonnen.
Im Finale gewann die Mannschaft mit 71:65 gegen die Gonzaga University aus dem Bundesstaat Washington, die zum ersten Mal überhaupt das Finale erreicht hatte. Vor 35 Jahren dagegen gelang North Carolina das erste Mal der Sieg bei dem Turnier. Damals war der spätere Superstar Michael Jordan Teil des Teams. 1993 stand mit Hendrik Rödl auch ein Deutscher in einer erfolgreichen Mannschaft der Universität. Bei den Frauen gewann South Carolina.
Rund 70 Millionen Amerikaner beteiligen sich an der beliebten Wette auf den Turnierausgang. Vor dem Beginn der Finalrunde der besten 64 Mannschaften wird dabei der komplette Turnierverlauf bis einschließlich zum Finale getippt. Die Wahrscheinlichkeit, alle Partien inklusive Finale richtig zu tippen, liegt bei 1:9 Billionen. Deshalb wird das Turnier auch "March Madness" genannt.
March Madness
College Basketball: Wagner führt Michigan in die dritte Runde
Der Berliner Moritz Wagner darf nach einer ganz starken Vorstellung weiter vom College-Titel im US-Basketball träumen. Mit seinen Michigan Wolverines feierte der 19-Jährige in der zweiten Runde der K.o.-Phase ein 73:69 gegen die Louisville Cardinals. Wagner war mit 26 Punkten bester Werfer der Begegnung in Indianapolis.
Die Wolverines liefen lange einem Rückstand hinterher, erst in der zweiten Hälfte änderte sich das Bild. "Wir sind ein sehr stolzes Team", sagte Wagner den Detroit News nach seiner überzeugenden Leistung: "Wir wollten nicht aufgeben. Egal was auch passiert."
Im nächsten Spiel bekommt es Michigan bei der March Madness am Donnerstag in Kansas City mit den Oregon Ducks oder den Rhode Island Rams zu tun. Power Forward Wagner traf am Sonntag 11 von 14 Würfen aus dem Feld für die Wolverines, die sich zuvor in der Runde der letzten 64 gegen die Oklahoma State Cowboys durchgesetzt hatten (92:91). Das enorm populäre Turnier der Liga NCAA endet mit dem Final Four in Phoenix/Arizona (1. bis 3. April).
Nächster Favoritensturz: Duke raus
Duke Blue Devils scheiden bei March Madness aus
Nächster Upset in der March Madness: Die Duke Blue Devils verabschieden sich frühzeitig. Die übrigen Favoriten behalten die Nerven. Lonzo Ball führt UCLA zum Sieg.
Nach dem überraschenden Erfolg der Michigan Wolverines, die dank eines überragenden Moritz Wagner (26 Punkte) die Louisville Cardinals aus dem Rennen nahmen, hat es in der Nacht auf Montag den nächsten großen Favoriten im NCAA Men's Basketball Championship Tournament erwischt.
Die Duke Blue Devils, die Nummer zwei in der East Region, schieden nach einer katastrophalen zweiten Hälfte mit 81:88 (30:23) gegen die South Carolina Gamecocks aus.
"Sweet 16"-Premiere für South Carolina
Für South Carolina geht es damit weiter ins "Sweet 16" im altehrwürdigen New Yorker Madison Square Garden. Und auch bei ihrer Premiere im regionalen Halbfinale wollen die Gamecocks aus ihrer Außenseiterrolle heraus überzeugen.
"Jetzt stehen wir schon dort. Warum sollten wir die Runde nicht gewinnen?", gab sich Senior Sindarius Thornwell im Anschluss an den Coup selbstbewusst.
Thornwell schwang sich mit 24 Punkten zum Topscorer der Partie auf. Auf Seiten von Duke, das seit 37 Jahren vom legendären Mike Krzyzewski, "Coach K", bertreut wird, stach lediglich der von der Bank kommende Grayson Allen mit 20 Punkten heraus.
In der Defensive bekam der Top-Favorit aber zu keinem Zeitpunkt Zugriff zum Spiel. Bestes Zeichen dafür: Noch nie hatte Duke in der Ära von "Coach K" 65 Punkte in einer Hälfte kassiert.
Nächster Gegner der Gamecocks in New York wird Baylor sein, die zuvor Southern California mit 82:78 ausgeschaltet hatten.
College-Superstar Ball führt UCLA zum Sieg
Die übrigen Favoriten gaben sich in der Nacht auf Montag indes keine Blöße. College-Superstar Lonzo Ball führte sein UCLA mit 18 Punkten zu einem letztlich ungefährdeten 79:67 (30:33)-Erfolg über Cincinnati.
Die in ihren Regionen an Position eins gesetzten North Carolina (72:65 gegen Arkansas) und Kansas (90:70 gegen Michigan State) siegten ebenfalls.
Beim Basketball will Trump nicht tippen
Amerika ist im Wettfieber; es geht um Milliarden: Die Meisterschaft im College-Basketball hat begonnen. Nur der Präsident will diesmal nicht mitspielen. Viele Republikaner glauben zu wissen, warum.
Es ist März. Und wieder spielen die Amerikaner verrückt. In den kommenden drei Wochen werden sie zehn Milliarden Dollar auf ein Sportereignis wetten, doppelt so viel wie beim Super Bowl. „March Madness“ ist da, die Endrunde um die Meisterschaft im College-Basketball.
64 Mannschaften haben sich qualifiziert und ermitteln in K.o.-Runden den Champion. Überall im Land wird der Spielplan, „Bracket“ genannt, studiert, schätzungsweise siebzig Millionen Amerikaner „picken“ ihre Favoriten.
Niemand verfolgt die Spiele dabei aufmerksamer als die Angestellten der Investmentfirma Berkshire Hathaway: „Pickt“ einer von ihnen die 16 Mannschaften („Sweet Sixteen“), welche die ersten beiden Runden überstehen, zahlt ihnen der Firmenchef, der Milliardär Warren Buffett, im Jahr eine Million Dollar – ein Leben lang.
„Ich heiße Emilia. Ich war besser“
Durch Präsident Obama, der selbst ein guter Basketball-Spieler war, wurde das Ausfüllen des Bracket zu einem Fernsehereignis. Vor der laufenden Kamera des Sportkanals ESPN machte Barack Obama seine Picks und sagte die Ergebnisse der einzelnen Spiele voraus.
Das gelang ihm mehr oder weniger gut. 2015 erhielt Obama einen Brief: „Ich heiße Emilia. Ich bin elf Jahre alt und wohne in Charlotte, in North Carolina. Ich wollte Ihnen nur sagen, dass ich mir Ihre Picks angesehen habe. Ich war besser. Sie sind ein großer Präsident, aber ein As im Ausfüllen des Bracket sind Sie nicht.“
Barack Obama schickte dem kleinen Mädchen als Antwort ein großes Foto, das ihn beim Ausfüllen des Bracket zeigt: „Liebe Emilia – nächstes Jahr frage ich Dich vorher!“
„The Donald“ lehnte ab
Gespannt warteten die amerikanischen Basketball-Fans in diesem Jahr darauf, wie der neue Präsident beim Bracket-Ausfüllen abschneiden würde. Doch „The Donald“ lehnte es ab, vor die Fernsehkameras zu treten. Es gibt im Basketball keine „alternativen Fakten“, jeder Zuschauer hätte überprüfen können, wie gut Trump mit seinen Voraussagen lag.
„Trump ist ein Feigling“, sagen selbst viele Republikaner, die etwas vom Basketball verstehen. Dabei hätte Trump in diesem Jahr Chancen gehabt, gut abzuschneiden, nach Meinung vieler Fachleute ist das Bracket leichter als im Vorjahr.
Champion 2016 wurde mit Villanova ein katholisches College, das nach dem heiligen Thomas von Villanova, einem Augustinermönch, benannt ist. Kein Wunder, dass der entscheidende Pass, der in letzter Sekunde zum Siegeskorb Villanovas führte, von einem „Erzdiakon“ kam, von Ryan Arcidiacono.
Der Unaussprechliche
Der „Erzdiakon“ hat in der Zwischenzeit seine Karriere beendet, sodass die Chancen für ein anderes katholisches Team gewachsen sind: Gonzaga. Die Gonzaga University, benannt nach dem heiligen Aloysius Gonzaga, einem Mitglied der Societas Jesu, liegt im Staate Washington, die „Bulldogs“ haben den besten Saisonrekord aller Mannschaften. Villanova und Gonzaga könnten aufeinandertreffen, Augustiner und Jesuiten würden sich einen harten Kampf liefern.
Rundfunk- und Fernsehreporter schätzen beide Mannschaften – Angst macht ihnen nur, dass ein anderes Team, die Mannschaft der Southern Methodist University (SMU) aus Dallas, lange im Rennen um die Meisterschaft bleibt und sie mehrfach von deren Spielen berichten müssen. Das hat nichts mit der Abneigung gegen Methodisten zu tun oder mit geringer Sympathie für den Ex-Präsidenten George W. Bush, dessen Präsidialbibliothek die SMU beherbergt.
Die Reporter fürchten sich vor dem Starspieler der SMU, der von den Fans zwar nur „Semi“ gerufen wird, dessen kompletten Namen sie aber doch gelegentlich nennen müssten. Er heißt Jesusemilore Talodabijesu Ojeleye.
March Madness
Obama setzt auf North Carolina
Der frühere US-Präsident Barack Obama hat auch in diesem Jahr bei der sogenannten "Bracketology" mitgemacht und die Universität North Carolina als College-Meister im Basketball getippt. Zu Beginn der "March Madness" trifft das Team am Freitag (21.00 Uhr MEZ) in Greenville/South Carolina auf Texas Southern. Sport1 US zeigt ausgewählte Spiele des in den USA enorm populären Turniers live.
Insgesamt füllen rund 70 Millionen Amerikaner alljährlich das Bracket, den Turnierbaum mit den letzten 68 Teams, aus. Die Wahrscheinlichkeit, alle Runden (u.a. Sweet Sixteen, Elite Eight und Final Four) bis zum Sieger richtig durchzutippen, liegt bei 1 zu 9.223.372.036.854.775.808.
Starinvestor Warren Buffett hat seinen Mitarbeitern ein besonderes Angebot gemacht. Wer es schafft, die Teilnehmer am Achtelfinale richtig vorherzusagen, erhält bis ans Lebensende eine Million Dollar - Jahr für Jahr. Es wird mit über 100.000 Teilnehmern gerechnet.
Basketball College: Turner und CBS zahlen 8,8 Milliarden für "March Madness"
Die Medien-Unternehmen Turner und CBS haben für die weiteren Übertragungsrechte am Basketball-Spektakel "March Madness" in den USA tief in die Tasche gegriffen. Die beiden Partner sicherten sich für insgesamt 8,8 Milliarden Dollar (7,7 Milliarden Euro) die TV-Rechte für den Zeitraum von 2025 bis 2032. Dies gaben Turner und CBS am Dienstag bekannt.
Das alljährliche Event "March Madness" ist die entscheidende Saisonphase der besten Basketball-Collegeteams der USA mit dem Final-Four-Turnier als Höhepunkt. Das Final Four gehört zu den größten Sportereignissen in den Staaten, für das Endspiel ruht sogar der Spielbetrieb in der Profiliga NBA. Anfang des Monats hatten die Villanova Wildcats vor 74.340 Zuschauern in Houston triumphiert. Vor den Fernsehern verfolgten im Schnitt 17,8 Millionen Menschen die Begegnung.
Turner und CBS hatten sich die TV-Rechte für den Zeitraum von 2010 bis 2024 für 10,8 Milliarden Dollar gesichert. Mit den Übertragungen wechseln sich beide jährlich ab. "Mehr als 90 Prozent der Summe gehen in die Förderung der Athleten an den Universitäten", erklärte die NCAA, die Dachvereinigung der US-Universitätssportler.
NCAA March Madness : Wahnsinns-Wurf
Es ist in den USA akzeptiert, dass während der amerikanischen College-Meisterschaft im Basketball bisweilen die Gesetze der Vernunft außer Kraft gesetzt werden - die K.o.-Runde wird nicht umsonst March Madness genannt, März-Wahnsinn. In diesem Jahr jedoch gab es den größten Wahnsinn erst im April, beim dramatischen Finale in Houston vor mehr als 74 000 Zuschauern. Das Endspiel gewannen die Villanova Wildcats mit 77:74 Punkten gegen die favorisierten North Carolina Tar Heels, sie sicherten sich damit zum zweiten Mal in der Universitätsgeschichte nach 1985 die Meisterschaft. Die Wildcats führten bereits deutlich, doch 4,7 Sekunden vor dem Ende gelang North Carolina durch einen artistischen Drei-Punkte-Wurf von Scottie Reynolds der Ausgleich. Selbst Basketball-Legende Michael Jordan, dem beim Finale 1982 kurz vor dem Ende der entscheidende Wurf für die Tar Heels gelungen war, lehnte sich auf seinem Sitz am Spielfeldrand gemütlich zurück und wartete auf die Verlängerung. Doch Villanova hatte noch einen Spielzug, Kris Jenkins (im Bild, mit der Nummer 2) versenkte mit der Schlusssirene selbst einen Dreier und verhalf seiner Uni damit zum Titel. "Es ist Wahnsinn, einfach nur Wahnsinn", sagte Jenkins: "Aber deshalb nennen sie es ja March Madness."
NCAA :Wahnsinn im März
Einmal im Jahr versetzen die US-Colleges bei der "March Madness" ihre Nation in den Ausnahmezustand. Längst hat die Ausschlussrunde Dimensionen wie im Profisport erreicht.
Steve sieht aus wie eine Ente, die Urlaub macht. Er geht nicht über den Parkplatz der Sportarena in Anaheim, in den Flossenschuhen an seinen Füßen ist nur watscheln möglich. Hinter ihm laufen wie Küken ein paar Freunde, sie tragen wie Steve grüne Hawaiihemden mit goldenen Blumen darauf und grüne Mützen, auf denen in gelben Buchstaben "Quack" steht. Steve findet die Beschreibung mit der Ente im Urlaub ein tolles Kompliment.
Er ist ein Absolvent der University of Oregon, Abschlussjahrgang 1997, die Sportteams werden Ducks genannt. Die Enten. Die Basketballmannschaft tritt gleich im Achtelfinale der amerikanischen Universitäts-Meisterschaft gegen die Duke University an. Die heißen Blue Devils, weshalb auf diesem Parkplatz Menschen zu sehen sind, die nur eine blaue Badehose oder einen blauen Bikini tragen. Körper und Gesicht sind mit blauer Farbe eingerieben. Auf die Köpfe haben sie sich Hörner gesetzt. Steve kontert auf Frotzeleien mit einer Aussage zu den akademischen Fähigkeiten von Duke-Studenten.
Bereits am Nachmittag siegten in dieser Halle vor 18 000 Zuschauern die Sooners (Oklahoma University) mit 77:63 gegen die Aggies (Texas A&M University), nun spielen die Ducks gegen die Blue Devils. Die billigste Karte für beide Spiele kostet 110 Dollar, auf dem Parkplatz werden bis zu 400 Dollar ausgerufen. Das Viertelfinale wird am Samstag ebenfalls in Anaheim ausgetragen, der Sieger darf Anfang April zum Final-Four-Turnier mit Halbfinale und Endspiel nach Houston fahren.
Die Ausschlussrunde im College-Basketball wird in den Vereinigten Staaten "March Madness" genannt, der Wahnsinn im März, was eine gewaltige Untertreibung ist. In Anaheim geht es an diesem Donnerstagnachmittag verrückter zu als im nur wenige Kilometer entfernten Disneyland. Ach was: Es ist die Hölle los. Da laufen Menschen als Enten und Teufel verkleidet über Parkplätze, eine Frau aus Oklahoma hat oberhalb ihrer weitgehend entblößten Brüste vermerkt, dass Jesus ein Fan der Sooners sei.
Natürlich klingt "Uni-Meisterschaft" nach Amateur-Turnier, offiziell ist es das auch. Alle Athleten sind laut Reglement Amateure, einer Studie aus dem Jahr 2014 zufolge allerdings erhält ein Basketballspieler an einer amerikanischen Uni über Stipendien, Mietnachlass, Essen und Tutorenprogramme in den vier Jahren bis zum Abschluss insgesamt Zuschüsse im Wert von durchschnittlich 212 000 Dollar. Für die Unis ist das kein Problem, die komplette Sportabteilung der Oregon University, vom an diesem Abend natürlich anwesenden Nike-Gründer und Oregon-Absolventen Phil Knight großzügig gefördert, setzt pro Jahr 196 Millionen Dollar um. Das sind Summen wie im Profi-Sport. Mike Krzyzewski, der Trainer von Duke, verdient 9,6 Millionen Dollar im Jahr. Er hält das nicht für übertrieben: "Für einen Monat im Jahr vereint der Uni-Basketball eine komplette Nation, weil es so verdammt großartig ist."
Die Amerikaner sind beim Uni-Sport emotionaler involviert als bei den Profis. Wer eine Uni besucht hat, der hat das Logo für immer auf seinem Herzen tätowiert. "Die Wahl der Uni ist die erste wichtige Entscheidung im Leben, die man selbst und ganz alleine trifft", sagt Steve: "Und dann sitzt der Typ, der gestern 24 Punkte erzielt hat, im Soziologie-Kurs neben einem." Nach dem Abschluss, da beginnt das Leben und damit auch der Ernst, Steve leitet heute eine Werbeagentur. Athleten müssen als Profis auf persönliche Statistiken achten, eine Marke verkörpern und Sätze in Mikrofone diktieren. Am College, da dürfen sie einfach nur Sportler sein. Dennis Clifford von der Boston University etwa wurde in diesem Jahr berühmt, weil er nach der schlimmen Niederlage in der ersten Runde gefragt wurde, was seine beste Erinnerung an die vier Jahre im College sei. Clifford sagt 20 Sekunden lang nichts, er starrt zu Boden, er weint. Er sagt, und das ist wohl die traurigste Antwort, die jemals ein Student auf diese Frage gegeben hat: "Essen gehen."
Seit 1939 gibt es dieses Turnier, die Vereinigung der amerikanischen Basketballtrainer hat es initiiert, der College-Verband NCAA ein Jahr später übernommen. Zunächst durften acht Mannschaften teilnehmen, mittlerweile sind es inklusive einer Mini-Vorrunde 68 Universitäten. Gespielt wird im K.o.-Format: Wer verliert, scheidet aus. Die Amerikaner analysieren die Setzliste wie Aktienkurse, dann wird das komplette Tableau bis zum Finale getippt. Vor zwei Jahren hat der Unternehmer Warren Buffet eine Milliarde Dollar ausgelobt für den, der alle 67 Spiele richtig tippt - keiner schaffte es. Insgesamt wetten die Amerikaner pro Jahr etwa 1,3 Milliarden Dollar auf den Ausgang der Spiele während des Wahnsinns im März.
Steve wird wieder wie eine Ente im Urlaub aussehen und seine Frau keine Unterwäsche tragen
Präsident Barack Obama hat auch so ein Tableau ausgefüllt, er setzt auf Kansas als Meister, das am Donnerstag gegen Maryland gewann. Der Reiz dieses Turniers besteht darin, dass es jederzeit vorbei sein kann. Dass eine unbekannte Uni wie Middle Tennessee in diesem Jahr den haushohen Favoriten Michigan State in der ersten Runde aus dem Turnier kegelt. Oder dass die North Carolina State University mit dem herrlichen Spitznamen Wolfpack im Jahr 1983 in den ersten beiden Runden beinahe ausscheidet und später sogar das Finale gegen die favorisierte University of Houston gewinnt.
"Ich würde jedes meiner Lieblings-Profiteams aufgeben, nur damit Oregon ein Spiel im Jahr mehr gewinnt", sagt Steve. Es gibt ein paar Rituale in seinem Haushalt wie etwa jenes, dass seine Frau bei Spielen keine Unterwäsche mehr tragen darf, seit Oregon deshalb vor Jahren eine wichtige Partie gewonnen hat. Steve trägt an diesem Abend eine grüne Unterhose, wie immer. Es hilft: Die Ducks gewinnen 82:68. "Ich rede mir ein, dass ich durch mein Anfeuern und durch gezielte Spitzen gegen die Duke-Fans meinen Teil zu diesem Sieg beigetragen habe", sagt er: "Wichtiger ist jedoch, dass ich das mit meinen Freunden aus der Unizeit erlebt habe, die für mich fast so wichtig sind wie meine Ehefrau."
Am Samstag wird Steve wieder nach Anaheim kommen, er wird wieder wie eine Ente im Urlaub aussehen, seine Frau wird keine Unterwäsche tragen. Er will das Spiel gegen Oklahoma live sehen, auch wenn er deshalb das Baseballspiel seines Sohnes verpasst. "Er versteht das", sagt Steve. Die Bedeutung der March Madness kennen schon fünfjährige Jungs.
College Basketball: Finalturnier March Madness LIVE im TV auf SPORT1 US
Der Wahnsinn kann beginnen. Die 64 besten Teams im College Basketball (LIVE im TV auf SPORT1 US) küren im K.o.-Turnier ihren Meister. Los geht es mit Titelverteidiger Duke.
Bühne frei für den schönsten Wahnsinn im Basketball: Die Saison im College BasketballMarch Madness: Obama tippt Bracket erreicht ihren spektakulären Höhepunkt.
SPORT1 US zeigt exklusiv in den kommenden drei Wochen bis zu 30 Partien des Turniers LIVE und in Aufzeichnung - inklusive des Final Four im NFL-Stadion der Houston Texans (2. bis 4. April.).
Los geht es heute ab 17 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM mit Titelverteidiger Duke Blue Devils gegen den gefährlichen Außenseiter UNC Wilmington.
Danach folgen:
Baylor - Yale (ab 19.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM)
Miami - Buffalo (23.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM)
Arizona - Wichita StateWichita State gewinnt Madness-Auftakt (2.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM)
Barack Obama füllt Bracket für March Madness aus
Der Basketball-Fan tippte dabei Titelfavorit Kansas als Champion. Die Jayhawks setzen sich laut Obama im Endspiel gegen die North Carolina Tar HeelsTar Heels holen Titel - Simmons raus durch. Das Final Four erreichten zudem Texas A&M sowie die Michigan State Spartans#InsideBracket - Tippspiel zum Wahnsinn um Gavin Schilling.
Obamas Tipps sind aber mit Vorsicht zu genießen. Laut Basketball-Analyst Andy Katz hat Obama erst einmal den richtigen Titelträger vorausgesagt. In seinem ersten Amtsjahr 2009 pickte er den späteren Sieger North Carolina.
Seine Vorhersage weist wenige große Überraschungen auf, nur der Sieg von Hawaii (Nr. 13) über Nummer-4-Seed California sticht ins Auge. Dabei könnte es eine Rolle gespielt haben, dass Obama in Honolulu, Hawaii geboren ist.
NCAA :Carolina revanchiert sich im Hassduell
Die Tar Heels nehmen Rache für die Heimniederlage gegen Erzrivale Duke und feiern in der Halle der Blue Devils den ACC-Titel. Der gigantische Brett-Vorteil entscheidet.
North Carolina hat sich beim Erzrivalen revanchiert und den ersten Titel der Saison perfekt gemacht.
Die Tar Heels schlugen die Duke Blue Devils in deren Halle mit 76:72 (40:32) und holten sich damit im gewohnt emotionalen Duell auch die Meisterschaft der regulären Saison in der Atlantic Coast Conference (ACC).
Duke hatte das Hinspiel der größten Rivalität im College Basketball im nur rund zwölf Kilometer entfernten Chapel Hill für sich entschieden .
Diesmal spielten jedoch die Tar Heels ihre Größenvorteile aus. Der gigantische Rebound-Vorteil (64:29) verschaffte ihnen immer wieder zweite Wurfchancen (27 Offensiv-Rebounds).
Hätten sie diese Möglichkeiten besser genutzt, wäre der Erfolg viel deutlicher ausgefallen, stattdessen mussten sie bis in die Schlussminute hinein zittern.
Die überragenden Schützen Grayson Allen (29 Punkte) und Luke Kennard (20) hielten die Truppe von US-Nationaltrainer Mike Krzyzewski mit ihren insgesamt zehn Dreiern im Spiel.
Am Ende blieb Carolina aber von der Freiwurflinie cool. Forward Brice Johnson legte mit 18 Zählern und 21 Rebounds eine tolle Vorstellung hin. Alle Starter punkteten zweistellig.
Die Gastgeber litten auch stark unter den Foulproblemen ihres NBA-Anwärters Melvin Ingram, der es so nur auf zehn Punkte brachte.
Bereits in der kommenden Woche könnte es im ACC-Turnier zum erneuten Aufeinandertreffen kommen. Die Tar Heels gehen als Nummer eins der Setzliste an den Start, während Duke (Nummer 5) erst einmal das Viertelfinale erreichen muss.
Für das NCAA-Finalturnier "March Madness" dürfen die Devils aber trotz der Pleite ebenfalls planen.
NCAA
Lo schießt mit Dreierrekord Robert Morris ab
Maodo Lo legt nach seinen ordentlichen EM-Auftritten fleißig in der NCAA nach. Der Topscorer der vergangenen Ivy-League-Saison stellte einen neuen Karrierebestwert an Dreiern auf und führte seine Columbia Lions zu einem 78:71-Sieg über die Robert Morris Colonials.
Ganze acht Dreier feuerte Lo durch die Reuse und schloss das Spiel mit 26 Punkten ab. Alleine im ersten Abschnitt kam Lo auf sechs erfolgreiche Dreierversuche, erzielte 17 Punkte (50 Prozent FG) und brachte Columbia mit 37:27 in Front.
Die strauchelnden Colonials kämpften sich zwar im zweiten Durchgang zurück, doch die Lions brachten die Partie an der Freiwurflinie über die Runden, während sich Robert Morris immer wieder schmerzhafte Turnover leistete.
Nach den ersten 13 Spielen kommt Spielmacher Lo auf 16,5 Punkte bei 45 Prozent aus dem Feld und 3,1 Assists im Schnitt. Für den Deutschen ist es das letzte Jahr am College, wodurch der Guard automatisch zum NBA-Draft 2016 angemeldet wird.
NCAA :March Madness
Basketball-Talent Gavin Schilling hat mit der Michigan State University das Finale der amerikanischen College-Meisterschaft verpasst. Die Spartans unterlagen am Samstag (Ortszeit) im Halbfinale in Indianapolis den favorisierten Duke Blue Devils mit 61:81. Gegen das Team von US-Nationaltrainer Mike Krzyzewski bekam der gebürtige Münchner Schilling zwölf Einsatzminuten, verzeichnete aber keinen Wurfversuch und blieb ohne Punkte.
Im Endspiel trifft Duke am Montag auf die Wisconsin Badgers, die sich mit 71:64 gegen die Kentucky Wildcats durchsetzten. Für Kentucky war es nach 38 Siegen die erste Niederlage der Saison.
Beim sogenannten Mega-Event "March Madness" trat auch der US-Superstar Rihanna auf.
US Basketball
Legendärer UNLV-Coach Jerry Tarkanian verstorben
Coach Tark ist tot. Der legendäre frühere Head Coach der University of Nevada Las Vegas, Jerry Tarkanian, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Er wurde bekannt für seine extravagante Art und führte die Runnin' Rebels zu über 700 Siegen und einer nationalen Meisterschaft.
Tarkanian, der 2013 in die Naismith Memorial Hall of Fame aufgenommen wurde, führte UNLV zwei Mal ins Final Four mit der Krönung im Jahr 1990 - dem Sieg im National Championship Game. Er wurde am Montag mit Atemwegsproblemen und einer Infektion in ein Krankenhaus eingeliefert. Zuvor erlitt er seinen zweiten Herzanfall im vergangenen April und wurde im November wegen einer Lungenentzündung behandelt.
"Coach Tark, mein Vater, der großartigste Mann, den ich je gekannt habe, ist heute von uns gegangen, um seinen Platz im Himmel einzunehmen. Ich werde ihn an jedem Tag meines Lebens vermissen", erklärte Danny Tarkanian, Jerrys Sohn, auf Twitter.
Tark the Shark verkörperte die Stadt Las Vegas mustergültig und ließ seine Spieler vor jeder Partie mit einer Lichtshow und Feuerwerk vorstellen. Das Team sorgte für so viel Begeisterung, dass Promis sich um Plätze in der sogenannten Gucci Row an der Seitenlinie rissen.
Auch gewann er vor Gericht gegen die NCAA, die versucht hatte, den Paradiesvogel aus dem College-Sport zu vertreiben. Er bekam als Vergleich seinerzeit 2,5 Millionen Dollar. 2002 trat Tarkanian schließlich mit 729 Siegen bei nur 201 Niederlagen nach 31 Jahren in der Division-I zurück.
Neben seiner Zeit bei UNLV war er auch für die San Antonio Spurs sowie für Fresno State - er führte auch die Bulldogs zweimal in die March Madness - und Long Beach State tätig.
NBA: Spurs-Trainer Popovich mit 1000. Sieg
Gregg Popovich (66) hat mit NBA-Champion San Antonio Spurs den 1000. Sieg seiner Karriere gefeiert. Die Texaner, die unter dem 66-Jährigen in 19 Spielzeiten fünfmal die Krone der nordamerikanischen Basketball-Profiliga holten, siegten mit 95:93 bei den Indiana Pacers und holten dabei im letzten Viertel einen 14-Punkte-Rückstand auf.
Popovich ist erst der neunte Trainer im 1000-Siege-Klub der NBA und nach Jerry Sloan (Utah Jazz) erst der zweite Coach, der diese Marke bei einem Klub erreichte. Er brauchte dafür 1462 Spiele. Dirk Nowitzkis ehemaliger Trainer Don Nelson steht mit 1335 Siegen an der Spitze der ewigen Rangliste.
Hawks' Korver ersetzt verletzten Wade in All-Star-Game
Dwyane Wade von den Miami Heat wird beim diesjährigen All-Star-Game der NBA fehlen und durch Kyle Korver von den Atlanta Hawks ersetzt. Wade teilte mit, dass er sich wegen einer anhaltenden Oberschenkelverletzung für die zweite Saisonhälfte schonen werde.
"Ich schulde es den Heat-Fans zuerst in ihrem Trikot zu spielen", begründete er seine Entscheidung. Anstelle von Wade nominierte NBA-Commissioner Adam Silver den Team-Kollegen von Dennis Schröder. Damit stellt das Überraschungsteam der Saison nun vier Profis. Neben dem 33-jährigen Dreierspezialisten Korver wurden auch Paul Millsap, Al Horford und Jeff Teague von den 30 Cheftrainern in die Reserve der Ost-Auswahl gewählt. Die Hawks führen derzeit die Eastern Conference überlegen an.
Beim All-Star-Game im New Yorker Madison Square Garden treten am kommenden Sonntag die besten Spieler der Western Conference und der Eastern Conference gegeneinander an. Superstar Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks ist für die Begegnung nicht berufen worden.
NCAA
Zweiter Titel für Nationalspieler Giffey
Krönung im letzten Spiel der College-Karriere: Niels Giffey hat mit der Universität von Connecticut seine zweite NCAA-Meisterschaft gewonnen. Wohin der Basketball-Nationalspieler nun wechseln wird, ist noch unklar.
Der deutsche Basketball-Nationalspieler Niels Giffey hat mit dem Team der Universität von Connecticut (UConn) die prestigeträchtige College-Meisterschaft in den USA gewonnen. Im Finale des NCAA-Turniers setzten sich die UConn Huskies in Arlington im US-Bundesstaat Texas vor knapp 80.000 Zuschauern 60:54 (35:31) gegen die Universität von Kentucky durch. Der zweite Deutsche bei Connecticut, Leon Tolksdorf, kam nicht zum Einsatz.
Der 22-jährige Giffey traf drei seiner sieben Würfe aus dem Feld und hatte mit zehn Punkten, fünf Rebounds und einem Block entscheidenden Anteil am Erfolg seiner Mannschaft. Bereits in seiner ersten College-Saison 2011 hatte er mit UConn den Titel geholt.
Giffey ist erst der zweite Deutsche nach Christian Ast (Duke, 1991 und 1992), der gleich zweimal in der NCAA triumphierte. Einen Titel holten zuvor jeweils Magnus Pelkowski (Indiana, 1987), Henrik Rödl (North Carolina, 1993) und Enosch Wolf, 2011 an der Seite von "Freshman" Giffey.
Für den Nationalspieler Giffey war es nach vier Jahren das letzte Spiel seiner College-Karriere. Giffey wird höchstwahrscheinlich Profi werden, sein Heimatclub Alba Berlin will ihn angeblich zurückholen, auch Meister Brose Baskets Bamberg soll Interesse haben. Giffey durfte sich bislang aufgrund der NCAA-Regularien nicht zu einem möglichen Arbeitgeber nach der Saison äußern, um seinen Amateur-Status nicht zu gefährden.
Im Endspiel ging Connecticut nach 19 Sekunden in Führung und gab diese nicht mehr ab. Knapp sechs Minuten vor Ende der ersten Hälfte konnten sich die Huskies sogar bis auf 15 Punkte absetzen, doch mit einem 16:5-Lauf kam Kentucky bis zur Pause wieder auf vier Zähler heran.
In der zweiten Hälfte entwickelte sich eine packende Partie, in der die Huskies immer wieder eine Antwort fanden, um die Führung zu verteidigen. Eine Vorentscheidung fiel gut sechs Minuten vor Schluss, als Shabazz Napier und Giffey mit aufeinanderfolgenden Dreiern einen 8:0-Lauf Kentuckys stoppten. In einer hektischen Schlussphase behielt Connecticut die Nerven und sicherte sich den vierten Titel in der Geschichte der Universität.
Bester Werfer der Huskies im Finale war Napier mit 22 Punkten, für den Star-Guard war es ebenfalls der zweite Titel. Napier wurde im Anschluss als herausragendster Spieler (MOP) des Final Fours ausgezeichnet.
NCAA
Giffey zieht mit UConn ins Finale
Das Märchen von Niels Giffey und seinen UConn Huskies führt ins Finale.
Im ersten Spiel des Final Four im College-Basketball schlug das Team des deutschen Nationalspielers die haushoch favorisierten Florida Gators mit 63:53 (25:22) und zog nach 2011 wieder ins Finale von "March Madness" ein.
Damals hatte Giffey an der Seite des heutigen NBA-Profis Kemba Walker als Freshman den Titel gewonnen, nun trug er elf Punkte und vier Rebounds zu dem Überraschungserfolg bei.
Bester Akteur der Huskies, die nach schwachem Start immer stärker wurden, war Forward DeAndre Daniels (20 Zähler, 10 Rebounds). Seit Superstar Carmelo Anthony (2003 für Syracuse) war keinem Spieler in einem Halbfinale mehr ein 20/10-Spiel gelungen.
Vor der Rekordkulisse von 79.444 Zuschauern im NFL-Stadion der Dallas Cowboys beendeten Floridas Serie von 30 Siegen in Folge, die im Dezember nach einer Pleite gegen UConn begonnen hatte.
Die gefährlichen Schützen der Gators fanden nie einen Rhythmus. Senior Scottie Wilbekin traf nur zwei von neun Würfen. Patric Young (19 Punkte) war noch ihr bester Akteur.
In seinem letzten College-Spiel trifft Giffey nun in der Nacht auf Dienstag auf die Kentucky Wildcats (ab 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US).
Die mit NBA-Talenten gespickte Truppe schlug die Wisconsin Badgers dank eines späten Dreiers durch Aaron Harrison mit 74:73 (36:40).
Harrison hatte bereits das Viertelfinale gegen Michigan auf ähnliche Weise entschieden. Scharfschütze James Young ragte mit 17 Punkten heraus.













