Ein Samstag zum Vergessen, ein Sonntag zum Anknüpfen.
Am Samstag früh ging es für die TKH Damen in das ca 450 Kilometer entfernte Nördlingen. Eine lange Fahrt, die den Spielerinnen sichtlich in den Knochen steckte. Die erste Halbzeit wurde komplett verschlafen, mit einem 24 Punkte Rückstand ging es in die Pause.
Aber auch in der zweiten Halbzeit ging nicht viel, lediglich ein kurzes Aufbäumen circa 6 Minuten vor Schluss wehrte Göttingen abgebrüht ab.
„Wir haben ein ganz schlechtes Spiel hingelegt. In der Defense haben wir viel zu einfache Punkte zugelassen, haben weder ausgeboxt noch als Team verteidigt.
Dann sind wir in der Offensive auch noch in Einzelaktionen verfallen, eine ganz schlechte Kombination mit der man keine Spiele gewinnen kann. Ich möchte die Leistung von Göttingen aber auch nicht schmälern, die Flippo Baskets haben hochverdient gewonnen, sie haben uns in der ersten Halbzeit ganz klar den Schneid abgekauft und ihre Führung dann clever verteidigt.“ fasst Ivana Brajkovic das erste von zwei Spielen zusammen.
Am Sonntag ging es dann gegen Chemnitz, die ihr Halbfinale gegen Gastgeber Nördlingen verloren hatten.
Die Vorzeichen für das Spiel sahen alles andere als rosig aus, neben Birte Thimm (muskuläre Probleme) musste zusätzlich Ivana Brajkovic (am Vortag umgeknickt) passen. Das bedeutete, dass man kreativ werden musste.
„Die Voraussetzungen waren natürlich schwierig, aber die Mannschaft hat das toll gemacht. Wir waren von der ersten Minute an viel präsenter, vor allem in der Defense, haben besser kommuniziert, waren positiver und sind als Team aufgetreten. Auch von der mageren Punkteausbeute der ersten Halbzeit (23:29 aus Sicht der Turnschwestern) haben wir uns nicht entmutigen lassen, wir wussten, dass die Würfe irgendwann fallen müssen. So war es dann auch Mitte des dritten Viertels. Endlich fielen die Würfe, die Defense stand weiterhin recht gut und die erspielte Führung haben wir dann nicht mehr abgegeben. Es war uns extrem wichtig ein besseres Spiel zu zeigen als am Samstag, ich denke das ist uns gelungen.“ berichtet Brajkovic vom zweiten Spiel.
Das erste offizielle Spiel steht für die TKH Damen bereits kommenden Samstag an, dann geht es im Pokal gegen den Zweitligisten Neuss Tigers. Die Turnschwestern möchten dieses natürlich für sich entscheiden und in die dritte Pokalrunde einziehen.
DBBL Season Opening
Basketball Damen mit Kantersieg und MVP
Beim Season Open ließ der TSV Wasserburg den Gastgeberinnen aus Chemnitz keine Chance. Bei der DBBL-Gala am Abend wurde dann die Wasserburgerin Emma Cannon für ihre Leistungen im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge als MVP (wertvollste Spielerin) der Saison ausgezeichnet.
Mit durchschnittlichen 20,1 Punkten und 14,5 Rebounds pro Partie war sie 2013/2014 erneut Top-Scorerin und beste Rebounderin im deutschen Oberhaus gewesen. So war es nicht erstaunlich, dass sie von Fans, Trainern und Pressevertretern erneut zur Wertvollsten Spielerin gewählt wurde. Mit 16 Punkten zählte sie dann auch gleich zu den besten Schützinnen ihres Teams bei der Partie des ersten Bundesliga-Spieltages, in dem ihre Mannschaft von Beginn an spielbestimmend war.
Die schnelle 2:0-Führung durch Svenja Brunckhorst konnten die Chemnitzerinnen noch einmal ausgleichen, doch dann folgte die Show von Shey Peddy, die sich immer mehr als absoluter Glücksgriff erweist. Elf der nächsten 13 Wasserburger Punkte zur 15:4-Führung steuerte der US-amerikanische Neuzugang bei. Am Ende standen in knapp 24 Minuten Einsatzzeit 24 Punkte, fünf Rebounds, drei Assists und vier versenkte Dreier bei einer Trefferquote von 80 Prozent auf dem Konto der Aufbauspielerin. Insgesamt traf das gesamte Gästeteam traumwandlerisch sicher von jenseits der 6,25 m: Mit 57 Prozent sogar besser als aus dem Feld. Steffi Wagner war dabei die Effizienz in Person und erzielte ihre zehn Punkte mit eine 100-prozentigen Trefferquote. Auch Anne Breitreiner – 18 Punkte - stand ihr dabei kaum nach. Nur vier ihrer 14 Würfe verfehlten das Ziel.
Die Wasserburgerinnen erhöhten ihren Vorsprung kontinuierlich. Lediglich im zweiten Viertel konnte Chemnitz etwas besser mithalten und verlor diesen Abschnitt nur mit sechs Punkten. Doch nach dem Seitenwechsel erhöhten die Innstädterinnen die Intensivität noch einmal und zogen unaufhaltsam davon. Dabei konnte Coach Bastian Wernthaler die Spielzeit sehr regelmäßig auf alle Teammitglieder verteilen, die sich auch alle in die Punkteliste eintragen konnten. Sogar die beiden 16-jährigen „Rookies“ sammelten ihre ersten Bundesliga-Spielminuten und -punkte. „Das war ein ordentlicher Auftakt in die Saison. Wir haben gesehen, dass unser Team gut verteidigen und rebounden kann.
Das stimmt zuversichtlich.“, kommentierte Wernthaler, den letztendlich mit 95:49 überdeutlichen Sieg, bei dem er trotzdem mit der Angriffsleistung noch nicht ganz zufrieden war: „Vorne müssen wir noch lernen, unsere Stärken besser zu nutzen. Insgesamt hat sich gezeigt, dass das Team durchaus Potential hat.“
DBBL
Chemnitzer Basketballerinnen beurlauben Trainer Roland Senger
Basketball-Bundesligist ChemCats Chemnitz hat sich nach vier Niederlage in Serie mit sofortiger Wirkung von Trainer Roland Senger getrennt. Wie der Verein heute auf seiner Homepage bekanntgab, wurde der Coach freigestellt. Nach einem Gespräch mit den Spielerinnen und Beratungen im Präsidium habe Club-Chef Andreas Wagner am Montag den Trainer über die Entscheidung informiert.
Bis Saisonende soll der Sportliche Leiter Toni Dirlic die Aufgaben von Senger übernehmen. Der beurlaubte 34-Jährige war erst im Sommer nach Chemnitz gewechselt. Die Gründe für die Trennung will der Verein an diesem Mittwoch auf einer Pressekonferenz nennen.
Als Aufsteiger haben die ChemCats bisher eine gute Saison gespielt. Jedoch hat das Team die letzten vier Bundesliga-Spiele verloren und zuletzt am Sonntag eine 82:92-Heimniederlage gegen den TC Herne erlitten.
Kampf um die Tabellenspitze
So geben nur die bisherigen Scoutingwerte ein paar kleine Hinweise auf den Gegner“, meint denn auch Assistenztrainer Andreas Oehm. Allerdings ist die Hannover Umgebung keinesfalls Basketballniemandsland, sondern beim Spiel mit dem roten Ball gibt es hier eine lange Tradition. So ist es auch nicht verwunderlich, dass das niedersächsische Team relativ viele erfahrene Spielerinnen in seinen Reihen hat, was bei den 2 knappen Siegen gegen Bielefeld (mit 1 Punkt) und Hagen (5 Punkte) sicher sehr hilfreich war. Allerdings dürften unsere Cats aus den bisherigen 3 deutlichen Siegen genügend Selbstvertrauen gezogen haben, um auch diese Hürde erfolgreich zu überspringen. Trotzdem wird es drei Gastgeberspielerinnen geben, auf die Cheftrainer Peter Kortmann besonders hinweisen wird. Einmal die amerikanische Postspielerin Alexa Mennes, die im Schnitt 18 Punkte und 16 Rebounds erarbeitet. Des weiteren fallen zwei deutsche Spielerinnen auf, nämlich die 31jährige Annika Schudack, die als Aufbauspielerin im Schnitt 10 Punkte erzielt (bei einer Trefferquote von 62%) und die 24jährige Flügelspielerin Janne Bartsch, welche als drittbeste Scorerin des Teams mit 9 Punkten pro Spiel aufwartet und dabei sehr gut von der Dreierlinie trifft. Jedoch bleibt die Favoritenbürde ganz klar bei den ChemCats, welche aber sehr aufmerksam und konzentriert spielen müssen, um keine böse Überraschung zu erleben. Ähnlich sieht es auch Cheftrainer Peter Kortmann: „Natürlich wird Hannover alles versuchen das Spiel zu gewinnen, aber wir sollten in der Lage sein, auf Überraschungen und verschiedene taktische Konstellationen immer die richtige Antwort zu haben.“ Das spielende Personal sieht es ebenso, wie auch Aufbauspielerin Eryn Jones betont: „Das Ziel ist klar definiert: Gewinnen! Und dies gilt für jedes Spiel.“
So muss sich das Team auch in Hannover an den eigenen Maßstäben messen lassen und alle Cats-Fans hoffen und erwarten, dass die Cats am kommenden Sonntag (16.00 Uhr) ihre Aufgabe erfolgreich lösen.
UBC verliert in Chemnitz
Mit 82:72 kehren die UBC Tigers von der Auswärtspartie in Chemnitz zurück. Die Zeichen standen ohnehin vor dem Spiel nicht gut. So reiste Lloyd Philips aufgrund eines Todesfalles bereits vor einer Woche zurück in die USA und Charles Little laboriert aktuell noch unter einer Handverletzung. Unter der Führung von Coach Michael Mai, der das Team schon seit Beginn der Saison an trainierte, hielt das Team das Spiel bis Mitte des zweiten Viertels recht eng, anschließend legten die Chemnitzer einen ordentlichen Zwischensprint ein und die UBC‘ler vertändelten in dieser Phase einfach zu viele Bälle. Zum Ende des dritten Viertels kämpften sich die Tigers jedoch noch einmal ran, schafften es Anfang des vierten Viertels bis auf vier Punkte heranzukommen. Die Tigers waren im Schlussabschnitt immer in Schlagdistanz, kamen aber nie wirklich direkt nah an die Chemnitzer heran. Schließlich war der Sieg der Heimmannschaft absolut verdient, wofür die Hannoveraner Ende des zweiten und Anfang des dritten Viertels den Grundstein legten.
Nun heißt es aber gleich wieder .Kopf hoch und nach vorn schauen. Denn kommenden Freitag, den 17. Dezember kommt der zweitplatzierte der 2. Bundesliga, die Würzburg Baskets in die AWD hall. Hier gilt es: Nicht lange fackeln und sich jetzt im Vorverkauf eine Karte sichern!
Pressemitteilung: UBC Tigers Hannover
Damen 1. Bundesliga
17:00 Uhr Live: ChemCats Chemnitz - BC Pharmaserv Marburg (DBBL 6. Spieltag)









