Das Basketball-Jahr 2013 neigt sich dem Ende entgegen, aber bevor sie über Weihnachten und den Jahreswechsel etwas regenerieren können, müssen die 1. Herren noch zweimal in der heimischen Steinberghalle in Aktion treten. Viel Spaß verspricht dabei das traditionelle Merry-Ristmas-Spektakel am 21. Dezember um 18 Uhr, Schwerstarbeit droht dagegen am kommenden Sonnabend, 14. Dezember (19 Uhr), im Topspiel der Pro B Nord gegen die UBC Tigers Hannover.
Nur zwei Punkte trennen die bislang achtmal siegreichen Wedeler (Vierter/16 Zähler) und den aktuellen Spitzenreiter aus der niedersächsischen Landeshauptstadt, aber Rist-Headcoch Sebastian Gleim sieht die Gäste trotzdem in der Favoritenrolle. "Hannover hat viele gute Einzelspieler und vielleicht sogar die stärkste Mannschaft der gesamten Pro B." Die Stärke des nächsten Gegners zu spüren bekamen die Rist-Basketballer im Hinspiel, in dem die Tigers dem damaligen Tabellenführer mit 89:76 die erste Saisonniederlage beibrachten. Jetzt reisen die Hannoveraner als Klassenprimus nach Wedel, und Sebastian Gleim würde nur zu gern Gleiches mit Gleichem vergelten. Doch das wird schwer. "Wenn wir die Tigers besiegen wollen, müssen wir am Limit spielen", sagt der 29 Jahre alte Headcoach, der sich vor seinem Wechsel zu Bundesligist Frankfurt Skyliners am Saisonende von seinem Team mehr Präzision, Intensität und Konstanz wünscht. "Wir haben noch viel Luft nach oben."
Nach aktuellem Stand der Dinge kann Sebastian Gleim im Spitzenspiel zudem auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Dazu setzt der 29-Jährige verstärkt auf die Zuschauer in der Steinberghalle. "Sie können in kritischen Situationen unser sechster Mann sein." Schwer werde es aber allemal gegen eine Mannschaft mit sehr guter Rotation, die ihre zurückliegenden sieben Pro-B-Spiele allesamt gewann und dabei einige hohe Siege einfuhr. Beim jüngsten 89:78 über die Hertener Löwen gelang es sogar sechs von sieben eingesetzten Hannoveraner Akteuren, jeweils zweistellig zu punkten.
1. Herren: Tabellenführer Hannover zu Gast in Wedel
Grandioser Heimsieg gegen den Tabellenführer!
Was für ein Spiel! Nach einem holprigen Start im ersten Viertel, wo zunächst die Gäste ihre individuelle Klasse unter Beweis stellten, kamen die Tigers immer besser ins Spiel und eroberten erstmals die Führung (1. Viertel: 21:18). Im weiteren Spielverlauf entwickelte sich ein Schlagabtausch zwischen beiden Teams. Wedel eroberte die Führung zur Mitte des zweiten Viertels zurück (15. Min: 27:31), doch die Tigers kämpften sich bis zur Halbzeitpause wieder heran. Beim Halbzeitstand von 38:39 gingen beide Mannschaften in die Kabine. Zu dem Zeitpunkt wäre für die Tigers durchaus eine Führung drin gewesen, doch eine dürftige Freiwurfquote von bis dahin 39% (gesamtes Spiel: 54 %) verhinderte dies.
Nach dem Seitenwechsel wog das Spiel erneut zwischen beiden Mannschaften hin und her. Auf der gegnerischen Seite konnten vor allem der quirlige US-Aufbauspieler Diante Watkins (19 Punkte), Christoph Roquette (15) und Lee Jeka (12) Akzente setzen. Zum Ende des dritten Viertels lag der UBC schließlich mit drei Punkten in Front (3. Viertel: 61:58). Mit einem 10-0-Lauf zu Beginn des Schlussviertels, der unter anderem durch drei erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe von Henje Knopke (2x) und Maurice Williams (1x) zustande kam, bauten die Tigers diese Führung weiter aus. Die Gäste setzten nochmal alles daran ihre erste Saisonniederlage zu verhindern, doch die Tigers ließen sich diesen furiosen Sieg, beflügelt von Standing Ovations der Zuschauer, nicht mehr nehmen. Endstand: 89:76.
Für den UBC spielten:
Tolaj (2 Punkte), Chones (14 Punkte, 5 Rebounds), Welzel (11), Knopke (13), Fumey (26), Prasuhn, Williams (16), Lodders (7), Boahene, Yanduka (n.e.). (spk)
Top-Spiel gegen den Tabellenführer in der Uni-Halle
„Wir wollen von der ersten bis zur letzten Sekunde kämpfen und unseren Fans zeigen, dass in unserem Team deutlich mehr steckt, als es im letzten Heimspiel gegen Bochum gezeigt hat“, so UBC-Trainer Anton Mirolybov.
Zum Gegner:
Bislang konnte Wedel alle fünf Saisonspiele für sich entscheiden. Zuletzt feierte das Team von Trainer Sebastian Gleim einen deutlichen Sieg gegen Aufsteiger Bochum (90:83). Für die Stärke der Gäste sind vor allem die Spieler Diante Watkins (16,3 Punkte / Schnitt), Lee Jeka (14,7), Christoph Roquette (13), Davey Hopkins (11,3) und Fabian Böke (10) verantwortlich, die regelmäßig im zweistelligen Bereich punkten. Vor allem auf Jeka müssen die Tigers Acht geben, der in den vergangenen Jahren in der 2. Bundesliga ProA spielte und als sehr erfahren und spielintelligent gilt.
Ein gutes Stück Selbstvertrauen – Heimsieg gegen Wedel
Mit 88:60 (40:37) konnten die UBC Tigers Hannover am Samstagabend gegen den Tabellenzweiten Rist Wedel zum Abschluss der Hauptrunde in der 2. Bundesliga ProB Nord eine kleine Sensation hinlegen. Vor 603 begeisterten Zuschauern lieferte das Team von Coach Michael Mai eine tolle Partie ab und tankte für die bevorstehenden Playdowns ordentlich Selbstvertrauen. „Wir haben von erster Sekunde an sehr konzentriert agiert und dem Spielverlauf unseren Stempel aufgedrückt“, analysierte Coach Mai nach dem Spiel. Erfreulicherweise konnten sich mit Michael Fakuade (21 Punkte), Jan-Peter Prasuhn (18), Ashanti Cook (15), Maurice Williams (11) gleich vier UBC-Spieler mit zweistelliger Punkteausbeute glänzen. Ebenso erfreulich war, dass in diesem Spiel sämtliche Spieler zum Einsatz kommen konnten.
Beide Teams begannen das Spiel auf Augenhöhe. Nach dem ersten Viertel hatten die Gäste aus Wedel, dank einer schlechten Trefferquote der Tigers, mit einem Punkt die Nase leicht vorn (22:23). Im zweiten Spielabschnitt übernahmen schließlich die Hannoveraner das Ruder und konnten mit guter Verteidigungsarbeit die Führung mit in die Halbzeit nehmen (40:37). Es bahnte sich, wie in den letzten Spielen der Tigers, ein Krimi zwischen beiden Teams an, doch alle Beteiligten wurden im dritten Viertel deutlich eines Besseren belehrt.
Nach dem Seitenwechsel drehte der UBC nämlich richtig auf und legte einen 14-0-Lauf hin. Es dauerte insgesamt fünfeinhalb Minuten bis Wedel einen Punkt erzielen konnte (25. Min: 56:40). Doch die Tigers ließen auch nach dem dritten Viertel (67:46) nicht nach und erhöhten den Vorsprung zwischenzeitlich auf bis zu 29 Punkte. Endstand: 88:60.
Alles in allem ein hoch verdienter Sieg für die Tigers, die mit solch einer Leistung in den letzten Spielen mit Sicherheit bessere Aussichten auf eine Playoff-Teilnahme gehabt hätten. Allerdings sollte der Erfolg gegen den Tabellenzweiten, der bereits vor diesem Spieltag fest für die Playoffs qualifiziert war, auch nicht überbewertet werden. Denn nun müssen die Tigers in den Playdowns möglichst oft eine ähnliche Leistung abliefern, um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga zu schaffen. Die Ausgangssituation für dieses Ziel ist jedoch äußerst gut. Hannover startet nämlich mit den meisten Punkten (10 Punkte) gegen die direkte Konkurrenz aus Stahnsdorf, Dorsten (je 6 Punkte) und Wulfen (2 Punkte) in die Playdowns. Dort finden insgesamt sechs Spiele zwischen den vier genannten Teams statt. Jedes Team absolviert jeweils ein Hin- und Rückspiel im Wechsel gegen die drei anderen Teams. Am kommenden Wochenende bestreiten die Tigers zunächst ein Auswärtsspiel in Dorsten. Eine Woche später treffen sie dann in einem Heimspiel auf die RSV Eintracht Stahnsdorf (voraussichtlicher Spieltermin: Samstag, 23. März um 19 Uhr).
Der genaue Spielplan für die Playdowns wird allerdings in Kürze von der 2. Bundesliga veröffentlicht und anschließend auch auf der UBC-Website (www.ubctigers.de) zu finden sein.
Für den UBC spielten:
Welzel (9 Punkte), Smith, Cook (15), Prasuhn (18), Williams (11), Mondo (3), Lodders (4), Zents (5), Fakuade (21), Boahene (2), Yanduka. (spk)
Abschluss der Hauptrunde gegen den Tabellenzweiten
Am Samstagabend erwarten die UBC Tigers Hannover zum Abschluss der Hauptrunde in der 2. Bundesliga ProB Nord den Tabellenzweiten Rist Wedel in der Uni-Halle (Spielbeginn 19:30 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr). Das Team von Trainer Sebastian Gleim kann auf eine erfolgreiche Saison mit 15 Siegen aus 21 Spielen zurückblicken. Zuletzt gelangen den Gästen drei Siege in Folge. Der letzte Erfolg konnte äußerst knapp gegen den Tabellendritten Herten (76:74) am vergangenen Wochenende errungen werden. Obwohl Wedels Team für die Playoffs bereits fest gesetzt ist, wird es definitiv alles daran setzen, um die Hauptrunde mit einem Sieg gegen die Tigers abzuschließen. Für dieses Vorhaben stehen Rist mit Harold Johnston (19,8 Punkte / Schnitt), Davey Hopkins (14,5), Fabian Böke (13,6) und Marvin Boadu (13,6) gleich vier Spieler zur Verfügung, die im Durschnitt zweistellig punkten können.
Nachdem die Tigers am letzten Wochenende bei Recklinghausen in den Schlusssekunden die letzte Chance auf eine Playoff-Teilnahme aus der Hand gegeben haben und hierdurch die Teilnahme an den Playdowns feststeht, geht es im morgigen Spiel darum durch einen Sieg einen möglichst guten Tabellenplatz rauszuholen. Der Tabellenplatz nach der Hauptrunde ist entscheidend dafür, welche Mannschaft im ersten Playdown-Spiel Heimrecht genießt. Sollten die Tigers die Hauptrunde auf dem 9. Tabellenplatz abschließen würden sie das erste Playdown-Spiel am 16. März auswärts absolvieren. Sollten sie Tabellenzehnter werden, würden sie am selben Datum ein Heimspiel bestreiten. In den Playdowns treten insgesamt vier Teams aus der 2. Bundesliga ProB Nord an, die in der Hauptrunde die Tabellenplätze 9-12 belegt haben. Jedes Team absolviert in einer „kleinen“ Hin- und Rückrunde insgesamt sechs Spiele (3 Heim-, 3 Auswärtsspiele) gegen die anderen Teams. Erst nach dem morgigen Spieltag werden die endgültigen Platzierungen aller Teams in der 2. Bundesliga ProB Nord und damit der Spielplan für die Playdowns feststehen.
Doch nun geht es erst einmal darum das letzte Heimspiel der Hauptrunde gut zu bestreiten. Dafür brauchen die Tigers die laustarke Unterstützung aller Fans! Für das Spiel kann UBC-Coach Michael Mai auf den kompletten Kader zurückgreifen. (spk)
Schwere Hürde beim Tabellenzweiten SC Rist Wedel
Doch auch die Gastgeber sind vom Verletzungspech nicht verschont: Außer Center Peter Huber-Saffer (Muskelfaserriss) und Tobias Lange (krank), fällt höchstwahrscheinlich auch Paul Owusu (Adduktorenbeschwerden) aus. Nichtsdestotrotz hat Wedel mit Harold Johnston (18,8 Punkte / Spiel), Marvin Boadu (15,5), Davey Hopkins (14,1) und Fabian Böke (12,2) noch vier Akteure in seinen Reihen, die in der Lage sind zweistellig zu punkten. Zuletzt musste die Mannschaft von Trainer Sebastian Gleim beim Tabellendritten Hertener Löwen die erste Auswärtsniederlage der Saison einstecken und ist dementsprechend heiß darauf die Hinrunde gegen die Tigers mit einem Sieg zu beenden. Das Spiel beginnt um 19 Uhr und lässt sich im Live-Ticker unter www.ubctigers.de verfolgen. (spk)
Weihnachtsaktion für das Heimspiel am 15. Dezember – 30 % Ticketrabatt
Für das letzte Heimspiel des Jahres am Samstag, den 15. Dezember gegen die Hertener Löwen wird es für alle hannoverschen Basketballfans ein besonderes Weihnachts-Special geben: Auf alle Eintrittspreise an der Abendkasse gibt’s 30 % Rabatt, d.h. normale Eintrittskarten für den Preis von 9 EUR, statt 12 EUR. Ermäßigte Eintrittskarten werden für 6 EUR, statt 9 EUR angeboten. Familien-Tickets für zwei Erwachsene und zwei Kinder unter 14 Jahren sind für 20 EUR, statt 29 EUR erhältlich. Kommt also vorbei und unterstützt die Tigers zum Rückrundenstart und Raubkatzenduell gegen die Hertener Löwen!
Revanche erfolgreich – UBC siegt in Wedel!
Die UBC Tigers siegten am Samstagabend souverän beim SC Rist Wedel mit 102:89 (51:46) und bleiben damit weiterhin Tabellenführer in der 2. Bundesliga ProB. Beste Werfer wurden Jacob Doerksen mit 28 Punkten und Stephen Janzen mit 27 Punkten. Center Bojung Memenga, der sich kurz vor Saisonbeginn verletzt hatte, feierte sein erfolgreiches Bundesliga-Debüt. Bereits am kommenden Wochenende gibt’s die nächsten zwei Heimspiele der Tigers im UBC Dome (Am Moritzwinkel 6, 30167 Hannover). Am Samstag, den 26.11., um 19 Uhr vs. BSW Wulfen und Sonntag, den 27.11., um 18 Uhr vs. RSV Stahnsdorf! Für Fans, die sich im Vorverkauf in der UBC-Geschäftsstelle (Hainhölzer Str. 21) für beide Spiele Eintrittskarten sichern, erhalten einen Merchandising-Gutschein im Wert von 5 EUR geschenkt, den sie am Fanshop gegen einen Fanartikel ihrer Wahl eintauschen können.
Die Tigers zeigten gleich von Beginn an, dass sie heiß auf die Revanche waren. Mit einem starken Jacob Doerksen, der allein elf seiner insgesamt 28 Punkte in den ersten vier Spielminuten erzielte, und einem treffsicheren Stephen Janzen, lagen sie nach dem ersten Viertel mit 26:22 vorne und hielten den Vorsprung bis zur Halbzeit (51:46).
Nach der Halbzeit blies Wedel zur Aufholjagd und kam zum Ende des dritten Viertels auf bis zu drei Punkte heran (75:72). Anfang des Viertel gelang den Gastgebern sogar der Ausgleich (75:75), doch die Tigers reagierten mit einer „Leistungs-Explosion“, indem sie 15 Punkte in Folge erzielten und damit den Auswärtssieg unter Dach und Fach brachten.
"Meine Spieler hatten keine Lust, das zweite Spiel innerhalb von wenigen Tagen gegen Wedel zu verlieren. Diese Motivation hat uns vor allem in der Anfangsphase geholfen", sagte UBC-Headcoach Michael Mai nach dem Spiel, der in der Partie auf Assistant Coach Christoph Weber und die Nachwuchsspieler Lodders, Öhlmann und Campe verzichten musste, die für den TK Hannover in der 2. Regionalliga antreten mussten und gewannen. Lodders und Öhlmann wurden beim Sieg in Schandelah mit jeweils 16 Punkten Topscorer.
Viertelergebnisse: 22:26, 24:25, 29:21, 14:30
Für den UBC spielten: Doerksen (28), Janzen (27), R. Williams (15), M. Williams (12), Prasuhn (8), Welzel (7), Smith (5), Memenga. (spk)
Pressemitteilung: UBC Tigers Hannover
Tigers sind heiß auf die Revanche in Wedel
Am Samstagabend können sich die UBC Tigers Hannover beim SC Rist Wedel für die knappe 85:91-Niederlage am letzten Sonntag revanchieren. Das Team von Headcoach Michael Mai gastiert ab 19 Uhr in der Steinberghalle (Live-Ticker unter www.ubctigers.de) und will die Niederlage vom letzten Doppel-Spieltag unbedingt wett machen. „Wir rechnen mit einem schwierigen Spiel. Wedel hat aus dem Sieg gegen uns vom letzten Wochenende garantiert viel Selbstvertrauen mitgenommen. Allerdings hat unser Team die Niederlage mehr als gut weggesteckt und in dieser Woche gut trainiert. Wenn wir am Samstag offensiv und defensiv erfolgreicher arbeiten als im letzten Spiel, glaube ich fest an einen Sieg, auch wenn uns ein paar Spieler nicht zur Verfügung stehen“, so Headcoach Mai.
Bei der Revanche müssen die Tigers auf die drei Doppellizenz-Spieler Jannik Lodders, Leonard Öhlmann und Hannes Campe verzichten, die zeitgleich ein Spiel mit ihrem Stammteam TK Hannover in der 2. Regionalliga absolvieren müssen. Doch auch die Gastgeber verfügen über keinen kompletten Kader. Verzichten müssen die Rister, die im Laufe der Trainingswoche ein Testspiel gegen den SC Itzehoe (1. Regionalliga) gewannen, auf einen Einsatz Peter Huber-Saffers (Fußverletztung). Zudem fehlten in den vergangenen Tagen Fabian Lühring (Knieprobleme), Marc Nagora (Schule) sowie Florian Moysich im Training, der in der vergangenen Woche Vater wurde. (spk)
PresseMitteilung: UBC Tigers Hannover
Doppelheimspieltag fordert Tribut – UBC bleibt Tabellenführer
Im zweiten Teil des Doppelheimspieltages mussten die UBC Tigers Hannover am Sonntagabend der körperlichen Belastung von zwei Spielen binnen zwei Tagen Tribut zollen und die erste Heimniederlage der Saison hinnehmen. Mit einem knappen 85:91 (37:51) unterlag das Team von Headcoach Michael Mai vor lediglich 490 Zuschauern im UBC Dome dem SC Rist Wedel. Bester Werfer für den UBC wurde einmal mehr „the Canadian Beast“ Jacob Doerksen mit 26 Punkten und neun Rebounds. Flügelspieler Jan-Peter Prasuhn legte hingegen mit 23 Punkten und zwölf Rebounds ein starkes double-double auf. Trotz der Niederlage bleiben die Tigers weiterhin Tabellenführer der 2. Bundesliga ProB Nord.
Von Spielbeginn an hatten die Tigers mit der starken Zonenverteidigung der Gäste zu kämpfen. Hinzu kam die für an jenem Abend ungewöhnlich schlechte Wurfquote aus der Distanz. Allein Stephen Janzen, der tags zuvor gegen Bernau ein tolles Spiel abgelegt hatte (18 Punkte), sollte keinen seiner insgesamt 16 Distanzwürfe (darunter 12 Dreier) treffen. Wedel eröffnete das Spiel mit einem 8-0-Lauf, den UBCs Headcoach Mai mit einer gut platzierten Auszeit stoppen konnte. Bis zum Viertelende arbeiteten sich die Hannoveraner Schritt für Schritt heran (1. Viertel: 17:24). Der zweite Spielabschnitt bot ein ähnliches Bild. Wedel dominierte vorne und hinten und baute die Führung gegen wurfschwache Tigers bis zur Halbzeit auf 37:51 aus.
In der Halbzeitpause schien Michael Mai offensichtlich aufbauende Worte für seine Mannschaft gefunden haben, denn nach der Pause trat der UBC entschlossener auf und verkürzte den Rückstand auf 63:69. Im letzten Viertel war den Hannoveranern schließlich die Erschöpfung aus dem erfolgreichen Bernau-Spiel vom Vortag deutlich anzumerken und somit musste man sich am Ende einem starken Gegner mit 85:91 knapp geschlagen geben.
Bereits am kommenden Wochenende wird sich jedoch die Möglichkeit für eine Revanche bieten, denn dadurch dass das Heimspiel gegen Wedel terminlich vorgezogen wurde, kommt es bereits am Samstagabend zum Rückspiel in Wedel.
Für den UBC spielten:
Maurice Williams, Richie Williams (15 Punkte), Doerksen (26), Welzel (9), Smith (8), Janzen (4), Prasuhn (23), Campe (n.e.), Öhlmann, Lodders (n.e.). (spk)
Pressemitteilung: UBC Tigers Hannover
So lief der Pentosin-Cup 2010
Ein Wochenende voller Basketball - international und hochklassig - das hat in der Steinberghalle kurz vor Saisonstart nun mittlerweile bereits Tradition. Beim Pentosin-Cup 2010 gingen neben den Gastgebern in Damen- und Herrenkonkurrenz insgesamt sechs weitere Teams an den Start, davon vier aus dem europäischen Ausland, aus Dänemark und Luxemburg. Ungeschlagen blieben bei den Damen Lemvig Basket sowie bei den Herren die UBC Hannover Tigers.Mehr
1. Herren: Pokal-Krimi endet mit knapper Niederlage
Es war das nächste Kapitel in der Krimi-Fortsetzungsreihe der 1. Herren. Mit 96:101 nach Verlängerung unterlagen die Rister am Mittwochabend dem UBC Hannover (2. Bundesliga Pro A) und sind damit in der zweiten Runde des DBB-Pokals ausgeschieden. „Natürlich wollten wir weiterkommen, aber unser Ziel war es auch, unseren Zuschauern ein tolles Spiel zu bieten. Ich glaube, das haben wir getan“, bilanzierte Headcoach Özhan Gürel.
Die Fans, die nach der Arbeit den Weg in die Steinberghalle gefunden hatten, wurden tatsächlich keineswegs enttäuscht. Die scheinbar klaren Voraussetzungen erfüllten sich ganz und gar nicht, ein Klassenunterschied war gegenüber den Niedersachsen nicht auszumachen. Letztlich blieb seitens der Heimmannschaft die Erkenntnis, trotz der Ausfälle wichtiger Akteure, eine starke Partie abgeliefert zu haben. Kay Gausa (beim Lehrgang der U18-Nationalmannschaft in Heidelberg) fehlte ebenso wie die erkrankten Peter Huber-Saffer und Paul Owusu sowie Florian Moysich und Thorsten Raquet, die sich beide jüngst einen Muskelfaserriss zugezogen hatten. Dem UBC fehlte mit Andrej Mangold (Knie-OP) eine Stammkraft. Zudem durften die Tiger anders als in der Pro A nur mit jeweils zwei Amerikanern gleichzeitig auf dem Feld agieren. Für Trainer Mahmut Ataman war angesichts von vier „Amis“ im Kader also Umdenken gegenüber dem Liga-Alltag angesagt.
Die Gäste erwischten den besseren Start und führten nach acht Zählern von Jan-Peter Prasuhn mit 8:0. „Wir hatten zunächst zu viel Respekt“, so Gürel. Das war allerdings überhaupt nicht nötig. Denn in den folgenden Minuten stellten seine Spieler unter Beweis, wie verwundbar der UBC tatsächlich war. Die Wedeler Presse setzte Hannover gewaltig zu und provozierte jede Menge Ballgewinne. Nutznießer dieser starken Verteidigungsarbeit war in der Anfangsphase immer wieder Stuart Turnbull. Der Kanadier schloss die Fast-Breaks sicher ab und tat den Tigern auch von der „Dreierlinie“ ein ums andere Mal weh. Nach zehn Minuten lagen die Rister mit 31:21 in Front und boten dem Favoriten auch im zweiten Abschnitt Paroli. Unter dem Korb kompensierten Martin Maraite und der sprunggewaltige Sidiki Straub die Ausfälle und legten sich vorbildlich gegen die athletischen Hannoveraner ins Zeug. Die harten Bandagen forderten bereits vor der Halbzeit die ersten Opfer auf beiden Seiten. Denn sowohl bei den Gästen als auch bei den Ristern meldeten sich alsbald Foulprobleme. Ataman musste Prasuhn eine Pause verschaffen, während Amtskollege Gürel Vedo Delic und später auch Straub aus demselben Grund auf die Bank beorderte.
Die Teams lieferten sich inzwischen einen echten Pokalkampf. Kaum einmal, dass sich einer der beiden Widersacher auch nur etwas absetzen konnte. Und wenn, dann war dies nur von kurzer Dauer. Mit 46:38 führte Hannover etwa bald nach dem Seitenwechsel, kam aber nicht weg. Auch den Ristern gelang nicht der entscheidende Zug. Hin und her ging es, mit viel Tempo, aber auch dem einen oder anderen Ballverlust zu viel (SC Rist: 20 Turnovers, Hannover: 29 Ballverluste). Und zwar bis in die letzten Sekunden des vierten Durchgangs. Längst war die Begegnung zur Nervensache avanciert. Turnbull glich von der Freiwurflinie zum 82:82 aus, ehe der UBC die verbliebenen 14 Sekunden zum Siegtreffer nutzen wollte. Emanuel Holloway probierte es, traf den „Buzzer Beater“ allerdings nicht.
In der Verlängerung sollten die Gäste dann die größeren Reserven und personellen Alternativen haben. Vor allem unter dem Korb zahlte sich nun aus, dass der Pro A-Ligist mit Björn Schoo, Anthony Slack, David Arigbabu und Jacques Jones vier „Riesen“ zu bieten hatte, während Maraite und Straub sowie „Aushilfe“ Delic auf der Gegenseite allesamt mit der Foulproblematik zu kämpfen hatten und die vorangegangenen Minuten zudem viel Kraft gekostet hatten. Prasuhn, Slack und Arigbabu erzielten letztlich die gewinnbringenden Punkte für die Gäste in der Verlängerung. Dass Jonas Laatzen zum Schluss noch einmal drei schnelle „Dreier“ traf (und in nur 1:48 Minuten Spielzeit damit neun Zähler auf sein Konto brachte), hatte letztlich leider nicht mehr als statistische Bedeutung.
„Ich glaube, wir haben Hannover heute überrascht“, zog Gürel ein Fazit, „wir haben gekämpft und unseren großen Willen gezeigt.“ Ähnliches – und ein bisschen mehr – erhofft sich der Coach von seinem Team auch am Sonnabend (07. November, 19:00 Uhr) im Heimspiel gegen die Dragons aus Rhöndorf. Der Tabellenzweite ist in der Pro B noch unbesiegt und geht sicherlich als Favorit ins Rennen. Aber das muss ja nicht immer etwas zu sagen haben, wie der Pokalkrimi gegen Hannover mal wieder eindrucksvoll unter Beweis stellte. Sicher ist zumindest, dass Moysich und Raquet auch gegen die Dragons werden passen müssen, Gausa wird bis dahin zurück in Wedel sein. Für die Personalien Huber-Saffer und Owusu vermochte der Trainer noch keine Prognosen abzugeben.
Statistik:
Viertelergebnisse: 31:21, 13:13, 18:25, 20:23, 14:19 (OT)
SC Rist: Turnbull (30 Punkte, 4 Rebounds, 3 Steals), Delic (15 Punkte, 5 Rebounds), Duah (11 Punkte, 6 Rebounds, 4 Steals), Kiese (10 Punkte), Maraite (10 Punkte, 4 Rebounds), Laatzen (9 Punkte), Straub (6 Punkte, 10 Rebounds, 5 Steals, 2 Blocks), Meyer (3 Punkte, 3 Steals), Dostal (2 Punkte), Bunde (n.e.).
UBC Hannover: Prasuhn (23 Punkte, 6 Rebounds), Slack (21 Punkte, 14 Rebounds), Holloway (17 Punkte, 3 Assists), Arigbabu (14 Punkte, 4 Rebounds), Moten (11 Punkte), Barth (6 Punkte), Jones (6 Punkte), Schoo (3 Punkte, 6 Rebounds), Danisch, Eisenblätter.
Schiedsrichter: Stefanie Oelfke / Michael Pieper
Text: Moritz Korff








