Turnschwestern ziehen in dritte Pokalrunde ein
58:38 Arbeitssieg gegen die TG Neuss Tigers.
Die TKH Damen haben mit ihrem 58:38 Auswärtssieg in Neuss den Einzug in die nächste Pokalrunde, welche im Dezember ausgespielt wird, klar gemacht. Nach einem Blitzstart des TKH (5:0 nach einer Minute), war das Spiel sehr fahrig, was anhand des Halbzeitergebnisses von 21:20 gut zu erkennen ist. In der zweiten Halbzeit wurde es dann ein wenig besser, bis auf einen persönlichen 8-Punkte-Lauf von Jana Heinrich konnten die Tigers über weite Strecken gut unter Kontrolle gehalten werden. Nur in der Offensive stottert der Motor noch, das soll unter der Woche abgestellt werden, um pünktlich zu Saisonbeginn in Topform zu sein.
In vier Tagen steht dann bereits das Season Opening an. Nach 4 Jahren findet in Keltern erstmalig wieder der erste Spieltag geschlossen für alle Mannschaften an einem Ort statt. Am Freitag, den 28. September treten die Turnschwestern gegen die Saarlouis Royals an. Ein Gegner der schwer einzuschätzen ist. Fakt ist, dass die Royals eine sehr junge Mannschaft haben und mit dieser sicherlich eine aggressive und schnelle Spielweise an den Tag legen werden. „Wir müssen auf ein sehr physisches und temporeiches Spiel gefasst sein. Saarlouis hat einen neuen Trainer und viele junge Spielerinnen mit denen er wohl energisch verteidigen und schnell angreifen wird.“ sagt Trainer David Bunts vor dem Season Opening. „Ich denke es wird entscheidend sein, dass man möglichst schnell seinen eigenen Rhythmus findet und dem Gegner seinen Spielstil aufdrückt. Die Mannschaft der das am besten gelingt, hat am Ende die besseren Chancen auf den Sieg. Wir werden alles dafür tun, dass wir das sein werden.“ fügt er hinzu.
Am Samstag kann man dann entspannt die restlichen Spiele verfolgen und der abendlichen Gala entgegenfiebern. Bevor am Sonntag die Vorbereitung auf das kurz darauffolgende Spiel in Keltern beginnen.
Erstes offizielles Spiel der Saison steht an
Die Tigers spielen seit Jahren an der Spitze der zweiten Liga und sind definitiv nicht zu unterschätzen. Dennoch haben sie im Sommer einen größeren Umbruch hinnehmen müssen. Neben Trainerin Janina Pils, haben zwei Jugendnationalspielerin den Verein verlassen, außerdem stehen zwei neue Importspielerinnen im Kader. Dennoch sind mit Franziska Worthmann und Jana Heinrich Eckpfeiler der Mannschaft erhalten geblieben. Zusätzlich sind erfahrene Spielrinnen wie Leonie Prudent zum Kader hinzugestoßen.
Für eine Turnschwester wir es ein ganz besonderes Spiel. Karolin Tzokov hat im Sommer ihre Heimat verlassen und sich dem TKH angeschlossen.
„Natürlich ist es besonders direkt im ersten richtigen Punktspiel gegen seinen alten Verein zu spielen, aber ich freue mich darauf. Klar wird es ein wenig merkwürdig sein, gegen die ehemaligen Mitspielerinnen antreten zu müssen, sicherlich wird auch ein wenig positive Nervosität mit reinspielen. Es haben sich aber Familie und Freunde angekündigt, das motiviert mich immer noch mal ein Stück mehr.“ sagt die 18 jährige zum bevorstehenden Spiel. „Außerdem kenne ich die Halle und habe da schon den ein oder anderen Wurf eingenetzt, das nehme ich mir auch für Samstag vor.“ fügt sei mit einem Lächeln hinzu.
In der darauffolgenden Woche steht für die Turnschwestern dann bereits das Season Opening an. Am 28.9. spielen sie gegen die Saarlouis Royals.
Wolfpack steht im Finale
Viertel: 16:26; 22:18; 17:13; 25:16
Punkte Wolfenbüttel: Grudzien 15, 12 Rebounds, Baumgardt 4, Simon 7, 2 Dreier, Christen 10 Punkte, 3 Dreier, Boykin 23, 2 Dreier, van Doorn 9, 1 Dreier, N. Rosemeyer, L. Rosemeyer 1, Prince 11, 6 Rebounds, Brennecke.
Zum Spitzenspiel nach Neuss
Denn der nächste Gegner ist ein anderes Kaliber. Die TG Neuss ist ungeschlagener Tabellenführer. Dominiert in seinen Spielen die Bretter und zwingt seine Gegner zu Ballverlusten, die das physische und schnelle Team zu einfachen Fast-Break Punkten nutzen. Der Klubb ist gewarnt. Am Samstag in Neuss ist ein kampfbetontes Spiel zu erwarten bei dem sich beide Mannschaften nichts schenken werden. „Wir müssen die kleinen Sachen richtig machen: Rebounds holen, den Gegner an zweiten Chancen hindern und auch gegen hohen Druck den Ball nicht verlieren. Es geht um Konzentration und Fokus. Wenn wir fahrlässig spielen, wird Neuss uns knallhart bestrafen.“ so Battersby schon direkt nach dem Sieg gegen Braunschweig mit Blick auf das kommende Wochenende.
Samstagabend wird feststehen, ob die TKH-Damen die an sie gesetzten Anforderungen und ihrer zugespielten Favoritenrolle gerecht werden können. Um 17.30 Uhr startet das Spiel in Neuss, zwei Stunden später wird man wissen, ob es einen neuen Tabellenführer gibt.
2 Liga Damen
TG Neuss legt als Team tolle Premiere aufs Parkett
Zum Start in die Basketball-Saison bezwingt der Zweitligist den Play-off-Kandidaten TK Hannover deutlich mit 74:49
Wenn die famose Leistung beim überaus deutlichen 74:49-Sieg (Halbzeit 40:32) über den TK Hannover ein erster Hinweis auf die Güteklasse der am Samstag angelaufenen Saison des Damen-Zweitligisten TG Neuss gewesen sein sollte, können sich die Basketball-Freunde im Rhein-Kreis auf anregende Monate freuen.
Sicher, bei den immerhin mit vier Amerikanerinnen angereisten Gästen fehlten in Alena Tusek und Steffi Grigoleit zwei ganz starke Spielerinnen, doch ausschlaggebend für den Ausgang der Partie waren diese Personalien nicht. Die neuformierten Gastgeberinnen waren einfach gut. "Dabei war in unserem ersten Spiel in dieser Konstellation deutlich zu erkennen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt", sagte TG-Trainerin Janina Pils. Vor allem mit dem Auftritt vor der Halbzeitpause war die Oberhausenerin überhaupt nicht zufrieden: "Wir haben es nicht geschafft, das Tempo konstant hochzuhalten. In der Verteidigung haben wir schlecht ausgeboxt und die Passwege nicht zugemacht."
Schon in den mit 22:17 und 18:15 gewonnenen ersten Vierteln deutete die kompakte Truppe indes ihr Potenzial an. Der junge Coach nutzte die Vorzüge des qualitativ ungemein tief besetzten Kaders voll aus, hatte bereits im Verlauf des ersten Abschnitts sämtliche Mitglieder der neun Basketballerinnen umfassenden Rotation gebracht. Die Gäste setzten dagegen auf ihre US-Importe, von denen freilich immer nur zwei gleichzeitig auf dem Court stehen dürfen. Das konnte nicht gutgehen, zumal dem deutschen Personal in Diensten der Niedersachsen insgesamt nur 17 Punkte gelangen.
In der Kabine fand Janina Pils klare Worte, die bei ihren einsichtigen Mädels auf fruchtbaren Boden fielen. "In der zweiten Hälfte haben wir unglaublich gut verteidigt", befand die 31-Jährige. Die Folge: Unterstützt von einer 12:0-Serie führten die Neusserinnen in der 25. Minute vorentscheidend mit 52:32. Dass an diesem Run punktemäßig gleich sechs Spielerinnen beteiligt waren, machte den Coach glücklich.
Im letzten Viertel steuerten die von vielen Experten als heißer Play-off-Kandidat eingestuften Gäste auf ein Debakel zu. Doch angesichts einer 70:42-Führung (34.) hatte Janina Pils ein Einsehen und brachte in Miriam Boulkheir sowie Christina Krall ihre ganz jungen Bankspielerinnen. Dass Boulkheir, in der vergangenen Saison noch in der U17-Bundesliga für die Rhein Girls im Einsatz, den Ball von jenseits der...weiter
Gelungener Saisonstart der GiroLive Panthers
Eine gewisse Erleichterung war dem Trainer-Trio der GiroLive Panthers ins Gesicht geschrieben, als die Schlusssirene nach 40 Minuten den deutlichen Sieg der GiroLive Panthers gegen den BBZ Opladen verkündete. Auch wenn es das erste Spiel der Panthers in der 2. DDBL Nord war ist dieser noch nicht überzubewerten.
Nach einem auf beiden Seiten nervösen und punktearmen Start in die neue Saison konnten die Gäste aus Nordrheinwestfalen die ersten Punkte erzielen. Doch diese Punkte mussten wohl die Initialzündung für die Domstädterinnen gewesen sein. Gleich acht Punkte hintereinander von Juliane Höhne, Katrin Sokoll-Potratz und Alysa Horn brachten die Panthers zur Mitte des Viertels in Führung. Mit 10:7 gingen die Panthers nach den ersten 10 Minuten vom Feld.
Im zweiten Viertel konnten die Panthers ihren Vorsprung weiter ausbauen und Headcoach Christian Kaiser ließ die Mannschaft munter rotieren, sodass alle Spielerinnen zum Einsatz kamen. Für Opladen lief es ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Trainerin Birgit Kunel die mit Ihrer Mannschaft die Play-Off’s als Saisonziel definiert hat. Bereits nach 4 Minuten musste Aufbauspielerin Nicole Nesbit mit ihrem vierten Foul auf die Bank. Die wenigen Chancen am Ring zu Punkten blieben den Gästen ebenfalls verwehrt. Durch einige Steals von Panthers Aufbauspielerin Angela Pace konnten die Panthers immer wieder zu Fastbreak ansetzten und das Spiel schnell gestalten. Mit 22:11 ging das Viertel zum 30:18-Halbzeitstand verdient an die Gastgeberinnen.
Auch nach der Pause konnten die Panthers weiterhin auf Punktejagd gehen und ließen dank einer sehr starken Defence nur fünf Punkte für die Gäste zu. Mit 43:23 nach dem dritten Viertel stand mit einer 20 Punkte Führung dem Sieg nichts mehr im Weg.
Auch die im letzten Viertel eingesetzte Zone der Gäste konnte die Panthers nicht aus der Ruhe bringen. Der Ball wurde permanent am Laufen gehalten und so konnten weitere Punkte gegen die Zone erzielt werden. Somit ging auch das letzte Viertel verdient mit 21:9 an die Gastgeberinnen und damit zum 64:32-Endstand
Ein schöner Einstand in der 2. Bundesliga für die...weiter
Wolfpack startet mit Sieg in die neue Saison
Mit einem nie gefährdeten 76:60-Sieg gegen TuS Lichterfelde startete das Wolfsrudel in die neue Saison. Bereits im ersten Viertel legte das Ballhaus Team den Grundstein für diesen Sieg.
Am Ende des ersten Durchgangs zeigte die Anzeigetafel in der Wolfenbütteler Lindenhalle eine 27:14-Führung. Geburtstagskind Katie Cizynski erzielte zwölf Punkte. Auch die erst kürzlich verpflichtete Tonisha Baker fügt sich immer besser ins Spiel des Rudels ein. In knapp fünf Minuten Spielzeit erzielte die US-Amerikanerin acht ihrer insgesamt zwölf Punkte im ersten Spielabschnitt. Gleichwohl war das Auftaktviertel bei beiden Mannschaften von Nervosität geprägt. Nicht ungewöhnlich für das erste Spiel der neuen Saison. Stark auch in der Anfangsphase war Corinna Pöschel, die einen wichtigen Dreier versenkte. Gleich zu Beginn des zweiten Viertels konnte sich das Wolfpack auf 34:14 absetzen. Wie auch im ersten Durchgang kassierte das Wolfenbütteler Team früh das fünfte Teamfoul, wodurch die Mannschaft aus der Hauptstadt durch Freiwürfe zu den Punkten kam. Zur Halbzeit führte das Ballhaus-Team jedoch weiter kontrolliert mit 40:26.
Mitte des dritten Viertels agierte Wolfenbüttel dann zu überhastet und nervös. Durch häufige Wechsel von Coach Ballhaus, die so auch bei der klaren Führung beabsichtigt waren, ging die Abstimmung im Team etwas verloren. Lichterfelde nutzte diese Chance nicht wirklich und am Ende des dritten Durchgangs zeigte die Tafel eine 62:45-Führung für Wolfenbüttel. Im Abschlussdurchgang wechselte Ballhaus munter weiter, Berlin kam zwischenzeitlich auf zwölf Punkte heran. Letztlich fuhr das Team aus der Jägermeisterstadt den Sieg überzeugend ein. Bemerkenswert die Foulbelastung des Rudels am Ende des dritten Viertels. Wolfenbüttel erhielt 27 Pfiffe gegen sich, Lichterfelde hingegen zehn. Nach zehn weiteren Minuten waren es 27:17 gegen Wolfenbüttel. Insgesamt starke 28 Punkte erzielte Lichterfelde von der Freiwurflinie.
Wolfpack-Coach Hanna Ballhaus nach dem Spiel: „Nach dem ersten Saisonspiel bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft im Großen und ...weiter
Mit Niederlage in die Saison gestartet
Die jungen Foxes kehren zwar mit einer Niederlage aus Brauschweig zurück, müssen dabei aber nicht den Kopf hängen lassen.
Man merkte den jungen Foxes an, dass es ihre erste Partie in der 2.DBBL war. Kaum eine Spielerinnen hatte bis dato auch nur eine Minute 2. Ligaluft geschnuppert.
Die ersten Minuten begann man dementsprechend nervös und zerfahren.
Nach ein paar Minuten lief es dann endlich deutlich besser. Man konnte die Partie bis zur Halbzeit offen gestalten. Phasenweise spielte man sehr guten Basketball und setzte Braunschweig unter Druck. In vielen Aspekte war man auf Augenhöhe des Spielpartners oder sogar ihm teilweise überlegen, wie die Statistik der Offensivrebounds zeigt. Eine Sache wollte heute nicht so richtig gelingen: Das Versenken des Ball im Korb.
Der Korb war phasenweise wie vernagelt. Obwohl die Foxes sogar deutlich mehr Würfe hatte als Braunschweig, verlor man die 2. Halbzeit etwas deutlicher und somit auch die Möglichkeit, den Gegner noch mal zu ärgern.
Die Mannschaft kämpfte zwar bis zum Ende, schaffte es aber nicht mehr heranzukommen.
Ein verdienter Sieg für Braunschweig!
Starkes Team in einer starken Liga
Von Anfang an ans Limit wird die TG Neuss in ihrer fünften Saison seit der Rückkehr in die 2. Basketball-Bundesliga Nord gehen müssen. Der Spielplan beschert den Mädels von Trainerin Janina Pils zum Auftakt nämlich zum dritten Mal hintereinander den TK Hannover. Und bei den Gästen aus Niedersachsen ist nicht kleckern, sondern klotzen angesagt, kommen sie morgen Abend (Anpfiff 19 Uhr) doch gleich mit vier Importen aus den USA in die schnuckelige Sporthalle an der Bergheimer Straße.
Rayven Johnson, in ihrer ersten Spielzeit an der Leine durchschnittlich immerhin für 19 Punkte und 7,6 Rebounds gut, und Whitney Wright (10/5,7) sowie die neuverpflichteten Kaitlyn Mathieu und Samantha Baranowski machen den Gastgeberinnen freilich weniger Sorgen, dürfen doch maximal zwei Profis aus Übersee gleichzeitig auf dem Parkett stehen. Was Janina Pils viel mehr beunruhigt, sind die offenen Personalfragen beim Gegner, den die TG daheim bislang stets geschlagen hat. So hat Coach Rodger Battersby seinen Kader kurzfristig noch um zwei deutsche Spielerinnen aufgestockt: Die für den Nachwuchs des DBB auch schon international tätige Alena Tusek kennt die 2. Liga noch aus ihrer Zeit bei den Lady Dolphins Bielefeld. Steffi Grigoleit, vor ihrem Engagement in Keltern (2. Liga Süd) für Osnabrück in Liga eins aktiv, ist eine weitere ernstzunehmen Waffe. Allerdings ist ihr Einsatz noch ungewiss. Nötig hätten die Gäste ihre Dienste allemal, fehlt in Doro Richter (Kreuzbandriss) doch Herz und Kopf der Mannschaft. Ganz geheuer ist Janina Pils vor dem Duell nicht: "Hannover ist wie immer ein Überraschungsei."
Freilich mag sie sich auch nicht über Gebühr mit dem Gegner befassen, schließlich macht vor dem Einstieg in die Saison das eigene Team genug Arbeit. Mit der Rückkehr von Franzi Worthmann nach dreieinhalb Wochen aus Südafrika, wo sie beruflich zu tun hatte, konnte die junge Trainerin unter der Woche erstmals ihren kompletten Kader in der Halle versammeln. Wieder dabei ist auch Kita Waller, die zuletzt mit Oberschenkelproblemen mit dem Training ausgesetzt hatte. Das US-Girl ist nach gut dreijähriger Auszeit noch längst nicht fit, der Mannschaft aufgrund seiner enormen Physis aber bei Kurzeinsätzen eine große Hilfe. Liz Horton, zweite Amerikanerin unter Vertrag, hat sich mit ihrem aufgeschlossenen Wesen und ihrer freundlichen Art auf Anhieb viele Freunde in der Truppe gemacht, ist aber ebenfalls noch nicht bei 100 Prozent. Pils: "Am US-College kannte sie es nicht, dass man aus einem Spielsystem auch mal ausbrechen kann. Aber sie wird besser und besser - ich mache mir da gar keine Sorgen."weiter
TG Neuss bleibt beim Saisondebüt ganz cool
Obwohl für den Basketball-Zweitligisten zum Start noch längst nicht alles rund lief, geriet der 84:74-Heimsieg über Hannover nie in Gefahr.
Als die erst 17-jährige Sarah Stock das Spiel per Dreier zum 81:69 1:49 Minute vor Schluss endgültig entschied, sah sich Janina Pils, Trainerin des Damen-Zweitligisten TG Neuss bestätigt: "Basketball ist nun mal ein Teamsport." Während nämlich der nur zu acht angetretene TK Hannover beim Neusser 84:74-Erfolg (Halbzeit 43:35) außer den US-Amerikanerinnen Samantha Heck (19 Punkte) und Rayven Johnson (23) recht wenig zu bieten hatte, verfügten die Gastgeberinnen über eine ganze Reihe scharfer Waffen.
Neben Sarah Stock (12) erreichten in der Mannschaft der TG in Connie James, die ihre auf den ersten Blick unauffällige Leistung mit einem Double-Double veredelte (14 Punkte/elf Rebounds – dazu sechs Assists und vier Ballgewinne), Julia Kleen (14) Hannah Wischnitzki und Annika Klein (je 11) noch vier weitere Akteurinnen zweistellige Punktewerte.
Das – im Verbund mit der gewohnt aggressiven Verteidigung – hätte allemal gereicht, um die nur im ersten Viertel (17:19) wirklich gefährlichen Niedersächsinnen deutlicher in die Schranken zu weisen. Dass dies nicht gelang, lag zu einem großen Teil an den beiden Schiedsrichtern Stefan Koudela-Zimmermann und Alexandra Pawlik. Um ihre ganz und gar zweitliga-untaugliche Leistung zu belegen, reicht schon ein kurzer Blick auf die Freiwurf-Verteilung.
Während die dominanten Neusserinnen 19 Mal an die Linie durften, gewährten die überforderten Unparteiischen den Gästen unfassbare 39 – in Worten neununddreißig (!) – Versuche. Alleine die zwar clevere, aber wurftechnisch und athletisch bestenfalls durchschnittliche Rayven Johnson bekam 15 Freiwürfe zugesprochen. Kein Wunder, dass die in der Liga gerade für ihre erstklassige Defensive bekannten TG-Mädels angesichts dieser bemerkenswert wirren Spielleitung ihre wahre Stärke nur ansatzweise zeigen konnten.
Da in dieser Saison weitere Begegnungen zu befürchten sind, verzichtete Pils auf eine öffentliche Würdigung des restlos missratenen Auftritts des Schiedsrichtergespanns und widmete sich stattdessen lieber ihren Schützlingen. "Fürs erste Spiel war das schon ganz in Ordnung", befand sie, "wenngleich wir uns in einigen Szenen geschickter anstellen können."
Entschieden war das Duell eigentlich schon im zweiten Viertel, als Connie James mit den Punkten zum 36:23 (16.) eine 13:0-Serie krönte. "Danach hätte ich nie mehr das Gefühl, dass wir hier noch in Gefahr geraten könnten", bestätigte die Neusserin Trainerin. Als den stets mit den erlaubten zwei Import-Kräften auf dem Parkett stehenden Gästen in der zweiten Hälfte zusehends die Kräfte schwanden – zudem musste in Whitney Wright das dritte US-Girl mit fünf Fouls auf die Bank – setzten sie nur noch auf die Karte Johnson, die Defensive-Derwische wie Connie James oder Hannah Wischnitzki unter normalen Umständen "aufgefressen" hätten. Aber auch so war das viel zu wenig, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. 1:0 für Basketball als Teamsport – genau so sollte es sein.
TG Neuss gibt Vollgas
Unten auf dem Parkett gaben die wild entschlossenen Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss Vollgas, weiter oben auf der Tribüne der Sporthalle an der Weberstraße staunte Schalkes finnischer Fußballprofi Teemu Pukki mit tief ins Gesicht gezogener Wollmütze, wie seine Freundin Saara Lehtoranta mit ihren Teamkolleginnen den Neuling TK Hannover nach allen Regeln der Kunst mit 77:57 (Halbzeit 40:31) auseinandernahm.
Was Trainerin Janina Pils später sichtlich zufrieden mit den Worten, "ich bekomme von meinen Mädels immer 100 Prozent", adeln sollte, sah auf dem Feld ungefähr so aus: In der Abwehr umschwärmte das blutjunge Team der Gastgeberinnen den mit dem Tempo ziemlich überforderten Gegner wie aggressive Bienen, bei Ballbesitz trieb die an der Seitenlinie extrem aktive Trainerin ihre...weiter
TG Neuss hofft auf Platz im Mittelfeld
Wenn die Damen der TG Neuss am Samstagabend mit dem Heimspiel gegen TK Hannover (19 Uhr, Sporthalle Weberstraße) in ihre dritte Saison in der 2. Basketball-Bundesliga starten, ist einiges anders als in den Jahren zuvor. Vor allem auf der Bank hat sich viel geändert.
Das liegt daran, dass Mathias Gierth nach der aufreibenden letzten Saison, an deren Ende der Klassenverbleib stand, erklärte, den Verein verlassen zu wollen. Die Verantwortlichen der TGN mussten allerdings nicht lange suchen, um einen Nachfolger zu finden.
Man wurde in den eigenen Reihen fündig: Janina Pils, die sich mit ihrer engagierten und qualifizierten Arbeit bei den Rhein Girls, die in der U17-Bundesliga spielen, für den Job empfohlen hatte, wurde als...weiter














