2. DBBL: Ein fast triple Double-Double und ein starkes Team
Hagen erfüllte die Erwartungen von der ersten Minute. Bissig ging‘s ans Werk, die Zonenpresse wurde prompt ausgepackt und die griffigen Hagenerinnen zogen munter in alle Himmelsrichtungen zum Korb. Hannover brauchte ein paar Aufwärmversuche, um den ersten Ball im Korb unterzubringen und wirkte tatsächlich aufgeregt, come on. Aber an so eine Prüfungssituation gewöhnt man sich ja mit der Zeit. Hagen hatte vor allem in Korbnähe mit dem Längenmaß der Klubb-Damen zu kämpfen. Offensive-Rebounds sammelte Hannover wie likes bei facebook und kam so trotz schwacher Trefferquote zu seinen Punkten.
Ganz, ganz deutlich war der Spielverlauf jedoch nicht. Hagen wusste, dass sie bei der aktuellen Tabellenplatzierung punkten mussten und hatte die Waagschale zum Werfen mitgebracht. Doch der TKH kühlte sich den Kopf zunehmend ab… überspielte unaufgeregt die Presse und zeigte im Angriff die ein oder andere hübsche Passstafette, die zu insgesamt 22 Assist auf dem Bogen führten. Gerade Franzi Schreck übernahm diesmal auf der Pointguard-Position die Spielorga und scorte, passte, reboundete munter vor sich hin. Mit ordentlichen 46 Punkten und einer acht Punkte Führung ging’s in die Halbzeit… lief soweit.
Die Zuschauer bejubelten gerade noch die kleinen Cheerleaderinnen vom Klubb, als die ersten auch schon nachrechneten: „direkter Vergleich? mmh, da muss dann noch ne Schippe druff.“ sicher ist sicher. Doch so ganz flüssig lief’s im dritten Durchgang nicht. Hagen blieb bissig, doch sobald die wuseligen Gäste zu einem kleinen Lauf ansetzten, ging beim Klubb die Wurfmaschine los. Schreck, Johnson und Bartsch von außen und schon hatte man sein Polster den Temperaturen entsprechend auf zwölf ausgebaut.
In den letzten zehn Minuten ging es für Hagen mehr und mehr lediglich um den direkten Vergleich, dass das Spiel noch zu drehen war, lag irgendwie nicht mit in der nach Waffeln duftenden Luft. Doch der Klubb packte noch mal zu. Steals von Grigoleit und Schreck wurden direkt zu einfachen Korblegern. Auch die Offensiv-Rebound-Stärke kam noch mal deutlich heraus (19 für den Klubb.. nur zwei für Hagen). und wenn’s läuft, dann läuft’s … Johnson mit Ablauf der 24 Sek für drei, Grigoleit mit Zuckerpässchen auf Mathieu, die bedankte sich im Gegenzug gleich selbst mit einem Assist zum Grigoleit-Signature-Reverse. Hagen schaute in den letzten Minuten immer etwas vorsichtig auf die Anzeigetafel… aber es blieb dabei. Der TKH gab seine deutliche Führung nicht mehr her, gewann mit 86-66 und zog dank der Niederlage des Barmer TV auch gleich noch auf den 8. Platz vor.
Insgesamt sahen die knapp 100 Zuschauer ein kampfbetontes Spiel, das der Klubb mit einer guten Teamleistung bestritt. Aber besonders heraus ragten dabei - wie so oft - Grigoleit mit 21 Punkten und 13 Rebounds, Johnson mit 19 Punkten und 14 Rebounds und Schreck mit 16 Punkten und 9 Rebounds. So kann’s nun weiter gehen.
Für den Klubb:
Arndt, Baranowski (14), Bartsch (10/2), Bunts (2), Grigoleit (21), Johnson (19/2), Lee, Mathieu (2), Musiol, Schreck (16/2), Tusek, Wright (2)
Weichenstellung in Hannover
Die Situation für die Phoenix Hagen Ladies in der zweiten Damen Basketball Bundesliga ist immer noch spannend.
Ein Überraschungspaket kommt nach Hagen
“Unsere Gäste sind schwer einzuschätzen, deshalb müssen wir besonders konzentriert in die Partie gehen, außerdem müssen wir versuchen unsere Fehler aus den letzten Spielen abzustellen. Wir müssen besser rebounden und allgemein aggressiver in der Verteidigung sein”, weiß Trainer Uli Overhoff.
Bereits im August verpflichtete Hannover gleich drei neue Amerikanerinnen, die alle frisch vom College nach Deutschland kamen und den Sprung in eine Profikarriere schaffen wollen. Rayven Johnson soll besonders auf der Flügelposition für Verstärkung sorgen, wobei sie aber auch im Ballvortrag eingesetzt werden kann. Ihre Stärken liegen besonders in einem aggressiven Zug zum Korb und in einem sicheren Händchen aus der Distanz. Samantha Heck (1,88m), und Whitney Wright (1,90m) bilden hingegen die Macht unter dem Korb, besonders beim Rebound sollen die beiden Amerikanerinnen ihr Team verstärken.
Weitere Neuzugänge seitens Hannover sind Evelyn Arndt aus Quakenbrück, sowie Natasche Bunts aus Bielefeld. Direkt vom Rotenburger Internat verstärkt Sonia Lee, gebürtige Hannoveranerin, wieder ihr Team. Lee und Bunts bilden bei den Gästen das Aufbau-Duo, während Evelyn Arndt besonders aus der Distanz gefährlich ist.
Seit kurzem verstärkt außerdem die ehemalige deutsche Nationalspielerin Doro Richter (Flügel) das Team aus Hannover. Sie absolvierte bis jetzt aber noch kein Spiel. “Wenn sie gegen uns ihr erstes Spiel macht, würde es die Sache erheblich erschweren.”, sagt Overhoff.
Positiv ist, im Vergleich zur letzten Saison, dass die Ladies wieder komplett in die Begegnung gehen können.
1. Damen: Das Niedersachsenpferd in Hagen…
…springt diesmal etwas höher, reißt sich aber auch kein Bein aus. Sonntag früh - eine gemütliche Fahrt durch die herbstliche Autobahnlandschaft gen Hagen! Dort kam man zum Glück schon etwas eher in die Halle und musste sich weder Beine in den Bauch stehen noch Blätter um die Ohren wehen lassen. Der Turnklubb Gegner ist jung, dynamisch und in der Liga etabliert…. Schielke als älteste Spielerin mit 25, erreicht gerade mal das Hannover-Durchschnittsalter, also muss Erfahrung her, hilft ja nichts.
Wie auch schon von Hagen erwartet, begannen die Turnschwestern mit Punkte über die Center: Bartsch variierte von außen und innen, Mennen überzeugte im Low-Post. Hagen hingegen kam nach den ersten Angriffen nicht so richtig in Schwung und konnte zwar durch eine laufbereite und druckvolle Defense auftrumpfen aber nicht zwingend durch überzeugende Offensivleistung. So stand es flux 10:3 für die Gäste. Und auf die starke Verteidigung der Hagener hatte Hannover irgendwie immer eine Antwort: sei’s Christen mit einem Gleichgewichts-Verlierenden-Dreier aus der Ecke oder Schudak beim Zug zum Korb gegen zwei Gegenspieler. Mit 17:10 konnte der Klubb so nach zehn Minuten erstmal durchatmen.
Im zweiten Viertel verloren die Leinestädter dann irgendwie den Faden, während Hagen besser ins Spiel fand und einen 9-2 Lauf hinlegte. In der Defense hielten sich die Turnschwestern plötzlich nicht mehr an die Absprachen aus der Trainingswoche und kassierten immer wieder einfache Körbe oder dumme Fouls. Im Angriff sah man sich mit großen Augen einer Ganzfeldpresse gegenüber, die erst mit Hilfe zweier Auszeiten und dem glücklichen Händchen von Schudak überwunden werden konnte, die 8 der 12 TKH Punkte im zweiten Viertel verbuchte und den plötzlichen Rückstand zur ...weiter
Gegen Neuling Hannover zählt nur der Sieg
Ihr zweites Saisonspiel gewannen die Hannoverinnen in Bielefeld knapp mit 55:54. Auch Ladies-Coach Uli Overhoff erkennt das: „Unsere Gäste sind bestimmt kein Kanonenfutter für uns. Besonders auf der Centerposition ist Hannover gut besetzt und wenn diese Spielerinnen heiß laufen wird es schwierig." Namentlich meint Overhoff das Center-Duo, bestehend aus der US-Amerikanerin Alexa Rae Mennen und Magdalena Jäger, die es als erstes unter Kontrolle zu bringen gilt. "Aber auch auf der Guard-Position ist Hannover solide besetzt", weiß Trainer Uli Overhoff. Nun gilt es an das gute dritte Viertel in Göttingen anzuknüpfen um weitere Tabellenpunkte verbuchen zu können.
Und eins ist Overhoff jetzt schon klar: "Das Ziel ist der Sieg." Und die...weiter









