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MTV Herzöge bleiben auf der Siegerstrasse

Tabellenführer schlägt Hannover Korbjäger mit 100:69

Ein langer Zweier und zwei erfolgreiche Dreipunktewürfe hinterher. Als Spielertrainer Demetrius Ward nach seiner ganz persönlichen 8:0-Serie gegen die Hannover Korbjäger die Hände zur Hallendecke reckte leuchtete auf der Anzeigetafel ein klares 96:62. Die Vorentscheidung war bereits einige Zeit vorher gefallen und dennoch war die Energie von „Warrior“ Ward symbolisch. Symbolisch für ein Team, das nicht nachlässt und jedes Spiel bis zum Ende mit 100% bestreitet.

Und so bot auch der zehnte Sieg im zehnten Saisonspiel Stoff für mehrere Geschichten. Da war zum einen Henje Knopke: „Mr. Wolfenbüttel Basketball“, der die MTV Herzöge zum Jahreswechsel verlässt, zeigte einmal mehr, dass es im Basketball nicht zwingend erforderlich ist, viele Punkte zu erzielen, um ein gutes Spiel zu machen. War er in der Offensive nicht mit Wurfglück gesegnet, hatte er dennoch seine langen Arme bei Rebounds und Ballgewinnen wie so oft genau da, wo der Gegner sie nicht gebrauchen konnte und überzeugte – leider zum vorerst letzten Mal im Herzöge-Trikot – durch seine besonnene und mannschaftsdienliche Spielweise. Vor dem Spiel wurde er von Burkhard Junger und Nicolas Grundmann offiziell verabschiedet und auch die Fans hatten sich eine besondere Aktion ausgedacht und begrüßten ihn bei der Spielervorstellung mit eigens angerfertigten Plakaten.

Ebenfalls überzeugen konnte Marvin Ahrens. Der Wolfenbütteler Forward zeigte seinen bis dato besten Auftritt und kam in knapp dreizehn Minuten auf vier Rebounds und neun Punkte bei 80%iger Trefferquote. Auf mehr Zähler kamen nur Marius Pöschel (12), Stephen Schwarz (14), Demetrius Ward (22, 10 Rebounds, 6 Assists) und Nikolas Skouen (29).

Weniger als sonst scorte Ivan Emanuely. Der drahtige Franzose sorgte jedoch maßgeblich dafür, dass Rishi Kakad, bis dato Liga-Topscorer, bei für ihn mageren zehn Punkten blieb. Davon profitierend erspielten sich die MTV Herzöge, bei denen die Youngster Kai Seidel und Jan Drzymalla fehlten, nach einem zähen Start (18:20 nach dem ersten Viertel) bis zur Halbzeit eine 42:34-Führung. Eine aggressive Defense auf der einen und mit Niko Skouen ein treffsicherer Scharfschütze (20 Punkte in der ersten Halbzeit) auf der anderen Seite waren die Hauptgründe.

Im dritten Viertel waren es dann offensiv wie am vergangenen Wochenende in Aschersleben Stephen Schubert und Demetrius Ward, die mit ihren Treffern schon vor dem letzten Viertel für eine vorentscheidende Führung sorgten (74:49, 30. Minute), die im letzten Abschnitt noch weiter ausgebaut werden konnte. Marius Pöschel war es vorbehalten für den 100. und gleichzeitig letzten Punkt an diesem gelungenen Adventssonntag zu sorgen.

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