FC Bayern schlägt überraschend Maccabi Tel Aviv
Für die Münchner ist es der erste Sieg unter dem neuen Trainer Oliver Kostic
Schon kurz vor der Schlusssirene klatschte Bayern-Coach Oliver Kostic seine Münchner Basketballer auf der Ersatzbank ab. Nach sechs Niederlagen in Serie sendete der deutsche Meister ein Lebenszeichen in der Euroleague und bescherte seinem Trainer den ersehnten Premierensieg. "Das ist wirklich tolles Teamwork, und ich bin sehr stolz", sagte Kostic nach dem 80:68 am Donnerstagabend gegen das israelische Spitzenteam Maccabi Tel Aviv. Der siebte Sieg im 21. Euroleague-Spiel war für den Nachfolger des freigestellten Dejan Radonjic bedeutsam. Denn Kostic hatte seine ersten vier Partien verloren - darunter war auch die erste Bundesliganiederlage dieser Saison. "Sehr wichtig" sei der Erfolg für das Selbstvertrauen gewesen, befand der 46-Jährige, der zuvor nur in Bulgarien Erfahrung als Chefcoach gesammelt hatte. Seine Spieler würden nun "das Gefühl" zurückbekommen, das sich Arbeit auszahle.
Der Sieg gegen den Final-Four-Anwärter aus Israel, der noch ohne den kurz zuvor verpflichteten früheren NBA-Star Amar'e Stoudemire angetreten war, stellte die beste Leistung der Münchner unter dem neuen Coach dar. "Über 40 Minuten schon", meinte der in dieser Saison von Verletzungen geplagte Flügelspieler Nihad Djedovic. "Das war ein souveräner Sieg." Bis auf eine Leistungsdelle im zweiten Viertel agierten die Bayern konstant und mit viel Gegenwehr. "Es ist schwer, wenn man in einer Phase ist, in der man jedes Spiel verliert", räumte Djedovic bei Magentasport ein. "Es ist ein hoher Druck in unseren Köpfen und wir spüren das jedes Mal, wenn wir auf das Feld kommen." Der Erfolg werde der Mannschaft helfen, "dass wir da einigermaßen rauskommen, weil wir guten Basketball spielen und gute Leute haben", sagte Djedovic weiter, Mit 19 Punkten war er erfolgreichster Werfer der Begegnung.
Die Münchner hatten ihren Rivalen nicht nur bei den Rebounds im Griff, sondern wiesen auch bei den Würfen von jenseits der Dreierlinie mit 47 Prozent eine ausgezeichnete Quote auf. "In den letzten Wochen hat der letzte Schritt gefehlt", sagte Kostic. Diesmal habe seine Star-Truppe diesen endlich gemacht. Kostic freute sich schließlich sogar über einen doppelten Erfolg, wie er es selbst formulierte. Einerseits habe seine Mannschaft auf dem Feld gesiegt, andererseits sei auch Flügelspieler Vladimir Lucic ein Gewinner: Der gegen Tel Aviv fehlende Serbe war erneut Vater einer Tochter geworden. "Das werden wir ein bisschen feiern", sagte Kostic.
Alba Berlin kassiert heftige Pleite in Kaunas
Nach zuletzt zwei Auswärtssiegen nacheinander hat Basketball-Bundesligist Alba Berlin in der Euroleague einen herben Rückschlag einstecken müssen.
Am Freitagabend verloren die Berliner nach einer schwachen Vorstellung beim litauischen Serienmeister Zalgiris Kaunas mit 80:104 (25:54). Bester Berliner Werfer war Landry Nnoko mit 15 Punkten. Insgesamt lief bei Alba kaum etwas zusammen, bereits nach dem ersten Viertel lagen die Gäste 9:21 zurück.
Aber auch defensiv gelang es den Berlinern nicht, die aggressiven Litauer zu stoppen. Schon nach gut 12 Minuten betrug der Rückstand erstmalig 20 Punkte (10:30). Zu Beginn des dritten Viertels waren es über 30 Punkte Rückstand (27:61) – zeitweise lagen die Gäste sogar mit 37 Zählern hinten. Erst in der Schlussphase konnte Alba das Ergebnis noch etwas verbessern.
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