FC Bayern schockt Bamberg
Bayerns Basketballer haben im ersten Finalspiel um die deutsche Meisterschaft einen klaren Sieg in Bamberg eingefahren.
Vorteil Bayern München: Der Titelverteidiger hat den Brose Baskets Bamberg gleich zum Auftakt der Playoff-Finals um die deutsche Basketball-Meisterschaft die erste Heim-Niederlage der Bundesliga-Saison zugefügt. Die Bayern setzten sich im bayerisch-fränkischen Duell am Sonntag (07.06.15) mit 84:73 (44:38) durch. In der Best-of-five-Serie können sich die Münchner nun schon am Mittwoch (10.06.2015) in eigener Halle einen vielleicht vorentscheidenden 2:0-Vorsprung erspielen.
Schaffartzik: "Dürfen sie nicht unterschätzen"
"Wir haben einfach weiter ruhig unser Spiel durchgezogen, weil wir wussten, dass wir nur geduldig sein müssen", sagte Münchens Heiko Schaffartzik nach Spielende. Zugleich warnte er aber auch vor der nächsten Partie: "Bamberg kann jetzt befreit in München aufspielen, wir dürfen sie nicht unterschätzen." Der Spielmacher schürte aber auch den Kampfgeist: "Ich habe ein klares Ziel vor Augen. Ich möchte zum zweiten Mal in Folge mit dieser Mannschaft Meister werden."
Offensivrebounds der SchlĂĽssel
Die Münchner, die nur rund 65 Stunden nach dem entscheidenden dritten Sieg im fünften Halbfinal-Spiel gegen Alba Berlin wieder antreten mussten, präsentierten sich trotz der zuletzt kraftraubenden Partien in guter Form. Vor allem die zahlreichen Offensivrebounds waren der Schlüssel zum Erfolg. Für die Franken, die sich in den Playoffs problemlos mit jeweils 3:0 über Ludwigsburg und ratiopharm Ulm ins Finale "sweepten", war es dagegen die erste Heimniederlage in der Liga.
Routine ausgespielt
6.900 Zuschauern sahen in der ausverkauften Bamberger Arena zunächst eine ausgeglichene Partie auf hohem Niveau. Vor allem die Offensiven beider Mannschaften dominierten das erste Viertel, schon nach zehn Minuten standen insgesamt 55 Punkte (28:27) zu Buche. Auch im zweiten Viertel ließen sich die Gäste nicht abschütteln. Während die Münchner ihre Routine ausspielten, machte sich beim Bamberger Team, das vor der Saison neu zusammengestellt worden war, immer wieder eine gewisse Unerfahrenheit bemerkbar. Bei den Schützlingen von Trainer Svetislav Pesic, die zuletzt in ihren Auswärtsspielen nicht immer glänzten, wuchs dagegen das Selbstbewusstsein. So drehte sich die Partie, und München ging mit einem Vorsprung von sechs Punkten in die Pause.
Bamberg fand nicht zum Rhythmus
Nach der Halbzeit blieb die Partie intensiv. Die Gastgeber, die vor zwei Jahren ihre sechste Meisterschaft gewannen, versuchten, sich zurück in die Partie zu kämpfen. Doch München sicherte sich weiter ein Offensivrebound nach dem anderen und brachte Bamberg damit an den Rande der Verzweiflung. Auch im Schlussviertel fand die Mannschaft von Andrea Trinchieri vor nicht zu ihrem Rhythmus. Die Brose Baskets hatten in dieser Saison zuvor bereits viermal gegen die Bayern gespielt und dabei nur den ersten Vergleich gewonnen und auch im Europacup schon in eigener Halle verloren. Bester Werfer der Müncher war Center Vladimir Stimac mit 16 Punkten, für Bamberg traf Spielmacher Bradley Wanamaker am häufigsten (15).
BBL-Finalserie
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