Nach der bitteren Niederlage letztes Wochenende gegen Wolfenbüttel mussten die Löwen nun endlich wieder Zähne zeigen und trainierten die Woche über an den offensichtlichen Schwächen.
Bis auf Guard Robert Schiffer könnte Trainer Becker auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Die Starting 5 bildeten Dojeschwili, Ouzounis und Weidner, die durch die Big Men Engelbrecht und Doering ergänzt wurden.
Auf Seiten der Göttinger liefen viele junge und schnelle Spieler auf, die hungrig auf einen Auswärtssieg waren.
Die Lions erwischten den deutlich besseren Start und konnten gleich zu Beginn einen 8:0 Run einstreuen, um den Göttingern zu zeigen, dass ein Auswärtssieg heute nicht auf dem Plan stehen sollte.
Erst nach 5 Minuten konnte die "BG 74" per Dreier die ersten Punkte erzielen und somit auf 8:3 verkürzen.
Auch danach könnten die Gäste aus der Distanz weiter Punkten. 2 Dreier in Folge zeigten, dass man die Göttinger an diesem Abend doch auf dem Zettel haben musste. Unter dem Korb waren die Hausherren deutlich überlegen und konnten dort die Größenvorteile in Punkte ummünzen (18:15).
Die Lions könnten das erste Viertel knapp, mit 21:17, für sich entscheiden.
Im zweiten Viertel musste nochmal ein Gang hochgeschaltet werden, um sich nun deutlicher abzusetzen.
Der SCL wusste das umzusetzen und konnte, wie so oft, auf die Vielseitigkeit der Scorer im Team zurückgreifen. Brosowski von der Dreierlinie, Petrović unter dem Korb und Weidner mit dem Zug in die Zone konnten Punkte für den SCL verbuchen, so dass man sich absetzen konnte (45:33).
So langsam bekam man die Maschine aus Laufen. Die Defense wurde stärker und die Vorteile geschickt ausgenutzt. Mit der Mann-Mann Verteidigung der Göttinger wurde dem SCL in die Karten gespielt. Immer wieder nutzte man die Missmatches aus und punktete in der Zone und von außen. Bis zur Halbzeit spielten sich die Löwen einen 16-Punkte Vorsprung raus (51:35).
Nach der Halbzeit wollte man gleich da weitermachen wo man aufgehört hatte. Führung ausbauen und den Sieg so früh wie möglich klar machen. Yaldiz und Dojeschwili trafen von der Dreierlinie und per Layup zum 59:38. Alles lief nach Plan für die bissigen Löwen, bis die BG Göttingen auf Zone-Defense umstellte, um die einfachen Punkte in der Zone zu verhindern. So richtig gefiel der Löwenoffensive das nicht, denn die Würfe von außen fielen nicht und die Strategie der Göttinger ging allmählich auf. Durch Fastbreaks konnten die Gäste einfach Punkte erzielen und den Abstand so auf 57:70 verkürzen.
Zeit für ein Time-Out des SCL!
Mit Start des letzten Viertels schien es also nochmal Spannung zu geben für die Zuschauer. Die Lions erreichten die Foulgrenze relativ schnell und schickten die jungen Göttinger abermals an die Freiwurflinie. Dort konnten die Gäste jedoch nur 5/9 Versuchen verwandeln. Dennoch waren die Langenhagener noch nicht endgültig gerettet. Mit einem 12-Punkte Polster (75:63) war man bei 7 zu spielenden Minuten noch nicht der sichere Sieger.
Auftritt Arthur Brosowski:
Es liegt natürlich fern, einzelne Spieler aus diesem ausgeglichenen Kader hervorzuheben, doch unser Kapitän versenkte gegen die Zone-Defense der Göttinger in diesem Viertel 3-Dreier und einen Jumper. Dass diesen Würfen natürlich auch die guten Assists der Aufbauspieler vorausgingen ist selbstverständlich (81:68)
Durch lautstarkes Beschweren des Gästetrainers und seines Teams verzögerte sich der Ablauf des Spiels. Die Technischen Fouls und daraus resultierenden Freiwürfe könnte Ilja Dojeschwili verwandeln und sorgte somit für den Endstand von 85:73.
Björn Becker zum Spiel:,,Wir sind heute gut gestartet und haben das bis zur Halbzeit sehr ordentlich gemacht. Als Göttingen dann auf die Zone umgestellt hat, mussten wir auch anders planen. Die Schüsse sind dann in den entscheidenen Phasen gefallen, das war wichtig."
.....zum Scoring:,,Wir waren da wieder sehr ausgeglichen. Momentan kann ich alle Spieler von der Bank bringen und die Leistungskurve bleibt trotzdem gleich gut. 5 Spieler haben zweistellig gescort und das sind auch nicht immer die gleichen."
Peter Weidner zum Spiel:,,Am Ende mussten wir zeigen, dass wir auch gegen die Zone scoren können und vielseitig genug sind um zu gewinnen. Respekt an die junge Göttinger Mannschaft, die heute bis zum Schluss gekämpft hat.
Für den SCL spielten:
Aleksandar Petrović: 16 Pkt
Arthur Brosowski: 14 Pkt. (4x3er)
Timm Engelbrecht: 12 Pkt.
Marko Narjes: 11 Pkt.
Peter Weidner: 10 Pkt.
Ilja Dojeschwili: 9 Pkt. (2x3er)
Ismail Yaldiz: 7 Pkt. (1x3er)
Georgios Ouzounis: 5 Pkt. (1x3er)
Maximilian Doering: 1 Pkt.
Dennis Niemann
Am nächsten Samstag müssen die Lions zum letzten Spiel des Jahres nach Stöckheim reisen, um im Duell 2. gegen 4. anzutreten.
SCL








0 commentaires:
Kommentar veröffentlichen