NBA-Basketball-Legende
Darum ist diese Sammelkarte von Air Jordan 64.000 Euro wert
Mindestens 80.000 Dollar (64.000 Euro) soll ein Sammelbildchen der Basketball-Legende Michael Jordan (51) in den USA bringen.
Die fast 30 Jahre alte Karte sei in einem perfekten Zustand und zudem die erste, die von „Air“ Jordan gemacht worden sei, hieĂ es am Mittwoch von Heritage Auctions in Dallas.
„Wir rechnen fest damit, dass die Karte den SchĂ€tzpreis erreicht und vermutlich sogar ĂŒbertrifft“, sagte Chris Ivy vom Auktionshaus. „Wenn es um Seine Luftigkeit geht“, sagte Ivy in Anspielung auf Jordans Spitznamen „Air“, „gibt es nach oben keine Grenze“.
Dem Auktionshaus zufolge ist die Karte von einem Gutachter mit „Perfekt 10“ eingestuft, der höchsten möglichen QualitĂ€t.
„Mehr als 7400 Erstlingskarten von Jordan wurden vom dem Gutachter bewertet. Nur fĂŒnf bekamen die „Perfekt 10““, sagte Ivy.
Die Karte könne nicht besser erhalten sein, nichts sei geknickt oder umgebogen. „Diese Karte ist ohne Zweifel die begehrteste und wertvollste, die im letzten halben Jahrhundert gedruckt wurde.“
Der Wert von Air Jordan
Der Verkauf von Jordan- und Chicago-Bulls-Marketing-Artikeln brachte der NBA wÀhrend Jordans Karriere etwa 3,1 Milliarden Dollar Umsatz.
Der Wert der Chicago Bulls hat sich wĂ€hrend Jordans Karriere mehr als verzehnfacht, von knapp 16,4 Millionen US-Dollar im Jahr 1986 auf ĂŒber 200 Millionen US-Dollar im Jahr 1998.
Zu Beginn seiner NBA-Karriere unterschrieb Jordan einen AusrĂŒstervertrag bei der damals noch unbedeutenden Firma Nike, die fĂŒr ihn die Schuh- und Kleidungslinie namens „Jumpman“ kreierten.
Zwischen 1986 und 1998 erzielte Nike mit Michael-Jordan-Produkten einen Erlös von 2,3 Milliarden US-Dollar.
Zum Vergleich: Mit dem Trikot-Verkauf von Cristiano Ronaldo hat Real Madrid nach eigenen Angaben bisher ĂŒber 100 Millionen Euro verdient.
Basketball-Superstar Michael Jordan hat weit ĂŒber das Spielfeld hinaus neue MaĂstĂ€be gesetzt
In 30 Jahren hat es Michael Jordan vom Basketball-Talent zum MilliardĂ€r gebracht. Nicht nur sportlich war der Mega-Star der Chicago Bulls stilprĂ€gend, auch abseits der Spielfelds setzte er neue MaĂstĂ€be.
Morgen ist es auf den Tag genau 30 Jahre her, dass Michael Jordan sein erstes NBA-Spiel bestritten hat. Keiner ahnte damals, wie sehr der 21-JĂ€hrige im Trikot der Chicago Bulls die Sportwelt verĂ€ndern wird. Was am 26. Oktober 1984 mit einem Fehlwurf gegen die Washington Bullets begann, ebnete den Weg fĂŒr unzĂ€hlige Multi-MillionĂ€re.
Sportlich lieĂ die Basketball-Karriere des inzwischen 51-JĂ€hrigen keine WĂŒnsche offen: Sechs Meisterschaften mit den Bulls, sechs Mal bester Spieler der Finalserie, fĂŒnf Mal bester Spieler der Saison, vierzehn Mal All-Star, drittbester Scorer der NBA-Geschichte (32 292 Punkte), zweimal olympisches Gold - es ist nur ein Auszug aus der Liste an Erfolgen, die er in 15 NBA-Spielzeiten gesammelt hat.
Sportlich gab es scheinbar nichts, was fĂŒr Chicagos Nummer 23 unerreichbar war. Als er 1986 im Boston Garden 63 Punkte erzielte, sagte Celtics-Legende Larry Bird: "Das war Gott, verkleidet als Michael Jordan." Doch so herausragend seine individuellen Leistungen auch waren, dauerte es, bis er 1991 an der Seite seines langjĂ€hrigen Teamkollegen Scottie Pippen die erste Meisterschaft feiern konnte. In den beiden darauffolgenden Spielzeiten wiederholten die Bulls dieses KunststĂŒck.
Doch auf dem Weg zum dritten Titel erhielt das Saubermann-Image, das Jordan so pflegte, erste Kratzer. Sam Smith beschrieb in seinem 1993 erschienen Buch "The Jordan Rules" den Mega-Star als einen vom Ehrgeiz zerfressenen Egoisten. Darin berichteten Ex-Teamkollegen nicht viel Positives ĂŒber den besten Basketballer des Planeten.
FĂŒr noch mehr Aufsehen sorgte das Bekanntwerden, dass Jordan Wettschulden in Millionen-Höhe hatte. Egal ob beim Kartenspielen oder beim Golfen, seiner zweiten Obsession, wettete Jordan in privaten Runden hohe BetrĂ€ge. Der öffentliche Druck und die unglaubliche Aufmerksamkeit, die ihm ĂŒberall wo er auftauchte zuteil wurde, lieĂen ihn erstmals ans Aufhören denken. Als sein Vater James im Juli 1993 ermordet wurde, entschied sich Jordan dann zum RĂŒcktritt.
Bereits zu diesem Zeitpunkt war er weltweit ein Superstar. Zu verdanken hatte er diese PopularitĂ€t nicht nur seinen auĂergewöhnlichen FĂ€higkeiten auf dem Spielfeld. In einer Zeit, als Stars wie Bird oder Earvin "Magic" Johnson (LA Lakers) im Jahr 10 000 Dollar von ihren Schuh-AusrĂŒstern erhielten, setzte Nike alles auf eine Karte. Der Sportartikel-Hersteller bezahlte laut Roland Lazenby, Autor der Jordan-Biografie "The Life", 2,5 Millionen Dollar fĂŒr fĂŒnf Jahre. Der Werbe-Deal ĂŒberstieg bei weitem das Gehalt, dass der Guard von den Bulls erhielt.
Als viel wichtiger fĂŒr Jordan entpuppte sich die Gewinn-Beteiligung an jedem verkauften "Air Jordan"-Schuh. Nikes riskante Idee, eine eigene Marke um das 21 Jahre alte, afro-amerikanische Basketball-Talent, das noch keine Minute als Profi absolviert hatte, zu kreieren, ging voll auf. In den ersten drei Jahren verdiente Nike mit den "Air Jordans" 130 Millionen Dollar. So war Jordan der Wegbereiter fĂŒr Generationen von Sportlern, die ihre HaupteinkĂŒnfte als Werbestars erzielen. Als LeBron James sich 2003 entschied, von der Highschool direkt in die NBA zu wechseln, stattete Nike den damals 19-JĂ€hrigen direkt mit einem 90-Millionen-Dollar-Vertrag aus.
Dass sich diese Investitionen auszahlen können, zeigt sich an Michael Jordan. Mittlerweile trĂ€gt jeder zweite in Amerika verkaufte Basketball-Schuh das Jordan-Logo. Das brachte Nike 2013 2,25 Milliarden Dollar ein. Zehn Jahre nach dem endgĂŒltigen Karriere-Ende erhielt Jordan im vergangenen Jahr 75 Millionen Dollar von Nike - und ist damit der bestbezahlte zurĂŒckgetreten Sportler der Welt.
Welche wirtschaftlichen Einfluss Jordan hatte, zeigte sich 1995, als erste GerĂŒchte ĂŒber eine RĂŒckkehr zu den Chicago Bulls die Runde machten. Sofort schnellten die Aktienkurse seiner Werbepartner wie Nike, Coca-Cola oder McDonalds in die Höhe. TatsĂ€chlich verkĂŒndete der mittlerweile 32-JĂ€hrige am 18. MĂ€rz 1995 "Im back!" Jordan untermauerte in seiner zweiten Amtszeit seinen Ruf als bester Basketballer aller Zeiten mit drei weiteren Titeln mit den Bulls, bevor er 1999 erneut zurĂŒcktrat. Dazwischen eroberte er 1996 an der Seite von Bugs Bunny mit "Space Jam" noch kurz die Kinoleinwand. Ein weiteres Comeback fĂŒr die Washington Wizards (2001 bis 2003) verlief hingegen durchwachsen.
Inzwischen hat Jordan die Seiten gewechselt und ist als erster Ex-Profi unter die Klubbesitzer gegangen. Seine Anteile an den Charlotte Hornets sowie die immer noch immensen Schecks von seinen Werbepartnern bedeuteten fĂŒr den fĂŒnffachen Familienvater im Juni 2013 einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere: Sein Vermögen ĂŒberschritt erstmals eine Milliarde Dollar. Diese bemerkenswerte Erfolgsgeschichte begann vor 30 Jahren - mit einem Fehlwurf gegen Washington.









0 commentaires:
Kommentar veröffentlichen