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Derby geht an TKH

Die Hannover Korbjäger unterliegen im Hannover-Derby mit 72:74 (24:16, 15:20, 12:19, 21:19) gegen den TK Hannover. Wie erwartet war das Spiel an Spannung nicht zu überbieten, wobei das Glück zum Schluss auf Seiten des Stadtrivalen war.

Zum Spiel, beide Mannschaften konnten die Partie im Angriff erfolgreich eröffnen, wodurch sich bereits abzeichnete, dass die Zuschauer voll auf ihre Kosten kommen würden. Nach vier Minuten nahmen so langsam die Jäger das Heft in die Hand und erspielten eine 18:11-Führung (7.Minute). Hierbei war die Ausgeglichenheit aller Mansnchaftsteile um Trainer Freiheit der ausschlaggebende Punkt. Der Gastgeber nominierte nach dem Ausfall von Pauleit, Jannik Lodders (Bruder vom Korbäger Robin Lodders) in der Kader, der in dieser Saison kein Spiel für den TKH absolvierte und bisher nur in der Bundesliga zum Einsatz kam. Dieser brach die kleine Serie der Korbjäger und mit einem erfolgreichen Korberfolg plus Foul durch Zents, konnte das Spiel wieder offen gestaltet werden (18:16, 9.). Doch der Tabellenführer vermochte es sich bis zum Viertelende durch tolle Spielzüge erneut etwas abzusetzen (24:16, 10.).

Zwar konnte Öhlman durch einen einfachen Korberfolg in Brettnähe gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts für seine Mannschaft punkten, jedoch waren es die Jäger, die den Anfang des Viertels dominierten. Der Ball wurde so bewegt im Angriff, wie es sich der Trainer das vorgestellt hatte und nach einem 3er von Birkenhagen zum 30:18 in der 13. Minute schien das Momentum ganz auf Seiten der Jäger zu sein. Unerklärlich, dass prompt ein längerer Aussetzer danach im Angriff folgte und der Gegner Punkt für Punkt aufholte.

Trainer Freiheit: „Wir haben in dieser Phase den Fehler gemacht, zu schnell abzuschließen und dem Gegner dadurch erlaubt, schnell wieder das Spiel offen zu gestalten. Ich hätte mir von meiner Mannschaft in dieser Phase gewünscht, kontrollierter und abgezockter zu spielen. Hätten wir dies in dieser Phase getan, wäre es womöglich spielentscheidend gewesen“.

Angeführt vom Spielaufbau Eisenblätter konnte binnen drei Minuten der Vorsprung der Jäger eingeholt werden (32:30, 16.). Die Manschaft konnte sich nach der Auszeit von Freiheit noch einmal sammeln und zumindest eine knappe Drei-Punkte-Führung in die Pause retten (39:36).

Wichtig war es, die zweite Halbzeit nicht zu verschlafen und da weitermachen, wo man im zweiten Viertel aufgehört hatte. Leider ging dies gründlich daneben. Im Angriff lief nun nicht mehr viel zusammen und der gegnerische Korb schien nun wie zugenagelt. Der TKH jedoch konnte in dieser Phase seinen Angriff entfalten und punktete fast nach belieben. Nicht verwunderlich, dass die Jäger nun in Rückstand gerieten (44:53, 28.). Die Durststrecke von ganzen sechs Minuten ohne Korberfolg beendete Spielmacher Gibson, der fast im Alleingang das Spiel wieder offen gestalten konnte (51:55, 30.).

Das Spiel war nun ein offener Schlagabtausch und die Korbjäger waren in der Lage die neue Energie aus den letzen Minuten des dritten Viertels mitzunehmen (58:57, 34.). Nun aber machten sich vermehrt die Größenvorteile des Gegners bemerkbar und der Gastgeber konnte so einige Rebounds einsammeln, besonders im Angriff. In dieser Phase war es ein weitere Bundesliga-Spieler, der dem TKH die Überlegenheit brachte. Zents konnte einen nach dem anderen Punkt einfahren und das Spiel schien entschieden (62:72, 38). Die ersten Zuschauer in der vollen Herschelschule begannen nun die Halle zu verlassen. Wer jedoch schon einmal bei diesem Derby war, weiß, dass dies genau die falsche Entscheidung war. Und so sollte es auch sein. Binnen zwei Minuten konnten die Korbjäger ein -10 einholen und das Spiel abermals in eine andere Richtung lenken. Der TKH machte nun einige Fehler, die taktisch erzwungen waren und auch im Angriff erfolgreich ausgenutzt werden konnten. In den letzten 14 Sekunden beim 70:72 konnte Gibson beide Freiwürfe zum Unentschieden verwandeln. Der TK Hannover hatte somit den letzten Angriff. Kurz vor ende der Schlusssirene verfehlte der Wurf sein Ziel, jedoch tippte Lodders den Ball praktisch in letzter Sekunde Richtung Korb, welcher auch sein Zeil fand. Die Entfaltung des Spiels hätte aber auch kein anderes Ende des Spiels zugelassen.

Zum Schluss kommt eine knappe Niederlage heraus, wobei man jedoch einige Chancen hatte das Derby auch für sich zu entscheiden. Für das Hannoverische Basketball Publikum war es sicherlich ein toller Abend das Lust auf weitere Partien dieser Art macht.

Es spielten:

Birkenhagen 8 Punkte (2x 3er), Pejchar 7 (2x 3er), Zaletskiy 17 (2x 3er), Olding, Lodders, Sprude 5, Leck 12 (1x 3er), Cvijanovic 5, Gibson 18

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