Spanien heißt der Sieger des Albert Schweitzer Turnieres 2012. Im Finale in der vollbesetzten MWS Halle in Mannheim bezwangen die Iberer Serbien mit 76:65 (22:17, 15:18, 25:13, 14:17) und sicherten sich damit den Titel nach 1998 zum zweiten Mal.
Spaniens Point Guard Josep Perez schien zu Beginn des Spiels an seine Glanzvorstellung vom Halbfinale gegen die Türkei anzuknüpfen und eröffnete den Punktereigen. In einer nur sehr langsam in Gang kommenden Partie besaßen die Spanier leichte Vorteile (10:6). Nach acht Minuten ließ es Guillermo Hernangomez gewaltig krachen, als er einen Putback-Dunking in den serbischen Korb stopfte und dem Spiel den ersten Höhepunkt gab (14:11). Mit der Schlusssirene des ersten Viertels gab es noch einen weiteren, denn einen “buzzer beater-Floater” wie den von Spaniens Guard Alberto Diaz bekommt man auch nicht alle Tage zu sehen (22:17).
Die mehr als 2.000 der insgesamt 21.493 Zuschauer während des 26. Albert Schweitzer Turnieres sahen dann einen im zweiten Viertel aufdrehenden Luka Andusic, der zum Dreh- und Angelpunkt der Serben wurde. Zunächst brachte er sein Team mit fünf unbeantworteten Punkten auf 24:23 heran (13. Min.), ehe die 200 begeisterten serbischen Fans die Führung durch Nikola Radicevic feierten (24:26). Nach dem 28:33 wieder durch Andusic übernahm Spaniens Forward Albert Homs das Kommando bis zur Pause, traf für sechs Punkte in Serie zum 34:33 und brachte seine Mannschaft damit wieder ins Spiel (37:35 zur Pause). Bemerkenswert, dass Spanien in der ersten Halbzeit keinen Dreier traf und nahezu alle Punkte in der Zone erzielt hatte.
Kalt erwischt wurden die Serben nach der Rückkehr aus den Kabinen. Hernangomez traf zunächst zum 43:37 (22. Min.), ehe ein unsportliches Foul der Serben den Spaniern fünf Punkte bescherte. Alle durch Homs, der nicht erst jetzt zum entscheidenden Spieler dieses Endspieles wurde (48:37). Als dann noch der bis dahin unauffällige Perez zum 51:37 nachlegte, wirkten die Serben völlig konsterniert (23. Min.). Spanien zelebrierte jetzt Basketball-Showtime in Perfektion und hatte das Spiel völlig unter Kontrolle. Beim 60:44 nach einem Dreier von Diaz schien die Partie in der 28. Minute bereits vorentschieden.
Ein weiterer Homs-Dreier schlug zum 65:48 ein (31. MIn.), Perez vollstreckte einen wunderbaren Floater (69:53, 34. Min.), aber anschließend weckte Radicevic sein Team noch einmal auf (69:59, 35. Min.). Erneut Homs und Perez machten aber die letzten serbischen Hoffnungen zunichte. Spanien feierte den Titelgewinn ausgelassen.
Spanien
Diaz (7), Chapela, Vicedo, Hernandez (2), Pauli, Hernangomez (10), Perez (11), Saiz (11), Diop (8), Villena, Marin (9), Homs (18).
Serbien
Radicevic (19), Novak dnp, Guduric (4), Rebic (5), Cvorovic (1), Kutlesic dnp, Andusic (13), Milutinov (4), Ristic (17), Andric (2), Pekovic dnp, Knezevic.
Homs führt Spanien zum AST-Triumph
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