
Es hat leider nicht geklappt mit der großen Sensation für die Pro-B-Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach. Mit 81:91 unterlagen die Schützlinge von James Duncan in eigener Halle den UBC Tigers aus Hannover und müssen nun zu einem dritten Spiel in die niedersächsische Landeshauptstadt reisen. Ob es dort gelingen wird, den Hannoveranern erneut in eigener Halle in Schnippchen zu schlagen, erscheint zumindest sehr schwer. Aussichtslos ist der Trip nach Hannover aber sicher nicht.
Es herrschte Play-Off-Atmosphäre in der Hans-Jung-Halle. Rund 650 Zuschauer, darunter eine faire und friedliche Fangruppe aus Hannover sowie das gesamte Profi-Team der Brosebaskets mit Trainerstab, sahen in der ersten Halbzeit ein hochklassiges Pro-B-Spiel. Bitter für den TSV Tröster und insbesondere für den Spieler selbst, war das frühzeitige verletzungsbedingte Ausscheiden von Maurice Stuckey. Nach nur zweieinhalb Minuten und bis dato fünf erzielten Punkten musste der 21-Jährige mit einer abermals schweren Verletzung vom Feld und kam auch nicht wieder. Ihm droht eine weitere längere Zwangspause. Zunächst schienen sich die Güßbacher von diesem Schreck auch nicht so schnell zu erholen, denn die Anfangsphase gehörte den Hannoveranern. 7:15 führten die Gäste nach fünf Minuten. Doch die Heimmannschaft kämpfte sich ins Spiel. Erfolgreiche Dreier der stark aufspielenden Tobias Korndoerfer und Manuel Rockmann brachten einen 26:26-Zwischenstand nach zehn Minuten. Im zweiten Viertel erspielten sich die Güßbacher, angetrieben von Aufbauspieler Daniel Schmidt (8 Assists) zwischenzeitlich sogar eine leichte Führung, die die Tigers aber bis zur Pause fast wieder egalisieren konnten (45:43).
In der zweiten Halbzeit blieb es zunächst bei diesem offenen Schlagabtausch. Die Gastgeber ließen sich nicht abschütteln und behaupteten lange eine knappe Führung. Dann jedoch nutzten die Gäste die ersten Schwächephasen der Gastgeber aus. Auf der Flügelposition fehlte den Duncan-Schützlingen nach dem frühen Aus von Stuckey und der frühzeitigen Foulbelastung von Albert Dion Harris einiges an Durchschlagkraft und auch unter den Körben begannen die Hannoveraner nun mehr und mehr, zu dominieren. Hatte man den im Hinspiel überragenden Doerksen in der ersten Halbzeit gut unter Kontrolle, so kam er nun zu vielen relativ leichten Punkten in der Zone. Zudem bekam man über die gesamten vierzig Minuten den Wirbelwind Richard Williams auf der Aufbauposition und den ebenso schnellen Stephen Janzen nicht in den Griff. Nach dreißig Minuten war die Begegnung dennoch noch offen (62:65). Dann jedoch nutzten die Gäste einen kurzen Blackout der Gastgeber eiskalt aus. Aus einem unsportlichen Foul gegen Philipp Neumann machten die Tigers vier Zähler und gingen so in der 34. Minute erstmals zweistellig in Führung. Da die Dreier der Oberfranken nun nicht mehr fielen und man den Ball nur selten ans Brett brachte, erholten sich die Güßbacher trotz der Anfeuerung des Publikums von diesem Rückschlag nicht mehr. Dazu waren die Hannoveraner, die nicht umsonst Platz 1 in der Nordgruppe erreicht haben, am Ende auch an der Freiwurflinie einfach zu clever. Mit 81:91 erzwangen die Gäste letztlich verdient ein drittes Spiel in eigener Halle.
Die Güßbacher konnten das Parkett in der Hans-Jung-Halle dennoch erhobenen Hauptes verlassen. Man hatte dem Favoriten alles abverlangt und die Gäste durchaus am Rand einer Niederlage gehabt. Toll war an diesem Abend auch die Unterstützung der Fans, die wie ein Mann hinter den Oberfranken gestanden hatten.
TSV Tröster Breitengüßbach: Korndoerfer (21), Harris (12), Schmidt (11), Rockmann (9), Neumann (9), Richter (6), Stuckey (5), Dinkel (4), Pavic (4), Dippold, Walde.
UBC Tigers Hannover: Janzen (29), Williams R. (24), Doerksen (17), Welzel (6), Prasuhn (6), Öhlmann (5), Williams M. (2), Campe (2), Villarzu, Lodders.
Güßbach muss ins dritte Spiel
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