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Hart umkämpft – wie erwartet

Im Oberligaspiel TuS Bothfeld – SC Weende konnte man durchaus ein enges Spiel erwarten. Die drei bisherigen Spiele konnte kein Team mit einem zweistelligen Vorsprung gewinnen. Auch das Hinspiel in Göttingen entschied sich erst in den letzten 30 Sekunden. Somit war allen klar, dass es ein interessantes Spiel werden würde, und so überraschte es auch nicht, dass es auf den Zuschauerbänken wieder etwas voller im Vergleich zu den letzten Spielen wurde.

Bothfelds Coach Christian Lukas, der sein letztes Ligaheimspiel leitete, schwor seine Truppe frühzeitig auf die Intensität des Spiels ein, und bereits beim Aufwärmen konnte man merken, dass das Team verstanden hatte.

Und trotzdem schlich sich zu Beginn der Partie ein Problem ein, was in den letzten Spielen des Öfteren vorkam. Der Angriff der Hausherren funktionierte nicht. Zwar waren die Angriffe gut vorgetragen und organisiert, doch fiel der Ball einfach nicht durch den Korb. Ganz anders lief es auf der anderen Seite, und so stand es bereits nach 5 Minuten 3:14 für die Gäste. Eine Auszeit musste her, und danach war der TuS endlich in diesem Spiel drin. Ein erfolgreicher Dreier von Sven Kalkstein beendete das Viertel mit einem Zwischenstand von 16:19.

Im zweiten Viertel lief der Angriff jetzt wie es sein sollte. Endlich fielen die Bälle entsprechend durch den Ring, und auch die Abwehr zeigte sich jetzt weiter verbessert. Bothfeld verstand es die Punkte zu dieser Zeit auf mehrere Akteure zu verteilen, was es den Weendern extrem schwierig machte ihre Abwehr zu organisieren. Halbzeitstand 40:33.

Das dritte Viertel hatte Bothfeld ähnlich gut im Griff, ausser der Tatsache, dass auf beiden Seiten die Wurfquote etwas absank. Gäste-Coach Tsigaras merkte offenbar, dass die Intensität bei seiner Mannschaft nachlies, und so provozierte er seinen eigenen Rauswurf durch die Schiedsrichter (Anmerkung: Wir gehen davon aus, dass es beabsichtigt war. Gefragt dazu haben wir ihn nicht). Der Rauswurf zeigte Wirkung. Durch die fälligen Freiwürfe ging Bothfeld zwar mit 54:38 in Führung, doch die Weender Spieler waren nun wieder hellwach. Sofort antworteten sie im nächsten Angriff mit einem Dreier, und sofort folgte die Auszeit von Bothfeld, um darauf entsprechend zu reagieren. War es bis hierhin ein gutes Oberliga-Spiel, wurde es nun ein klasse Spiel mit einer immens hohen Intensität. Weende war jetzt hellwach, und den Viertelstand von 57:43 griffen sie nun verstärkt an. In der 7. Minute des Schlussviertels stand es nur noch 66:61. Auch kurz vor Schluss war der SCW wieder eng dran, doch genau in diesen Situationen bringt der TuS immer wieder Axel Bock, der besonders in der CrunchTime an der Freiwurflinie einfach Gold wert ist, sofern der Gegner die Uhr stoppen will. Axel erhöhte auf 75:68, und in den verbleibenden Sekunden schaffte es der TuS durch entsprechendes Passspiel jedem weiteren Foul auszuweichen, so dass das Spiel mit eben diesem Spielstand endete.

„Wir haben hier heute zwei Teams gesehen, die beide eine tolle Saison gespielt haben und die auch heute beide eine sehr gute Leistung abgerufen haben. Es war das erwartete sehr schwere Spiel, und ich glaube die Zuschauer können zufrieden nach Hause gehen.“ äußerte sich Coach Lukas danach.

Einmal müssen die Bothfelder noch ran, und wieder heißt der Gegner Göttingen. Am kommenden Samstagabend geht es zur BG Göttingen. Das Hinspiel endete erst nach einer Verlängerung äußerst knapp für den TuS. Ein Sieg könnte den TuS auf Platz 4 der Tabelle bringen. Dies würde der Platzierung aus dem Vorjahr entsprechen. Doch auch wenn dies nicht erreicht werden könnte, so hat der TuS mit dem Sieg gegen Weende bereits einen Sieg mehr als im Vorjahr gefeiert. Das Punkteverhältnis ist somit mindestens ausgeglichen, doch ein positives Punkteverhältnis wäre natürlich noch erfreulicher und würde dieser erfolgreichen Saison die Krone aufsetzen.

Punkte: Jona Stahmeyer (17 Punkte), Christian Möller (14, 1 Dreier), Sven Kalkstein (11, 1), Bojung Memenga (10), Matthias Lehmann (6), Jan Gebauer (5, 1), Steffen Kröger, Axel Bock (beide 4), Timon Böhnke (3, 1), Christoph Bittner (1).

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