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BBL Playoffs

Bamberg deklassiert Bayern und zieht ins Finale ein

Mit einer 95:65-Packung haben die Brose Baskets Bamberg den FC Bayern MĂŒnchen geschlagen und können nun ihren deutschen Meistertitel verteidigen.

Die Brose Baskets Bamberg haben sich mit einem deutlichen Ausrufezeichen die sechste Finalteilnahme in sieben Jahren in der Basketball-Bundesliga gesichert. Der Titelverteidiger gewann am Sonntagabend das dritte Playoff-Halbfinale gegen den FC Bayern MĂŒnchen deutlich mit 96:65 (49:20) und entschied die Best-of-five-Serie mit 3:0 fĂŒr sich. Vor 6800 Zuschauern, darunter auch NBA-Profi Dennis Schröder, war Nationalspieler Daniel Theis mit zwölf ZĂ€hlern der beste Werfer der Oberfranken. FĂŒr die MĂŒnchner punktete Anton Gavel (13) am erfolgreichsten. Im anderen Halbfinale fĂŒhrt ratiopharm Ulm mit 2:1 gegen die Frankfurt Skyliners. Die Finalserie beginnt am kommenden Sonntag in Bamberg.

Im der Neuauflage des Vorjahresfinals ließ der siebenmalige deutsche Meister aus Bamberg keinerlei Zweifel an seiner Vormachtstellung aufkommen. Das Team von Trainer Andrea Trinchieri gewann alle drei Partien mit zweistelligem Abstand und wahrte damit nach dem 3:0 gegen WĂŒrzburg seine perfekte Bilanz in den laufenden Playoffs. Wie schon im ersten Spiel fĂŒhrten die MĂŒnchner, denen die RĂŒckkehr von Deon Thompson nichts half, am Sonntag nicht einmal.

Bereits vor der Halbzeit lagen die Oberfranken mit ĂŒber 30 ZĂ€hlern Differenz in FĂŒhrung. WĂ€hrend das Dauerduell zwischen Bamberg und MĂŒnchen in den Playoffs 2013 und 2015 jeweils ĂŒber fĂŒnf Spiele begeisterte, ließ das selbstbewusste Team des Italieners Trinchieri diesmal ĂŒberhaupt keine Spannung mehr aufkommen. Bayerns Trainer Svetislav Pesic korrigierte ĂŒberraschend bereits vor dem Spiel seinen RĂŒcktritt "zu 99 Prozent", den er im FrĂŒhling angekĂŒndigt hatte. "Die Prozentquote ist jetzt 99 Prozent, dass ich weiter noch mindestens ein Jahr meinen Job bei Bayern mache", erklĂ€rte Pesic bei "Telekom Basketball". Der an der Seitenlinie sonst so aktive Serbe schien nach dem deutlichen RĂŒckstand in Halbzeit eins allerdings frĂŒhzeitig zu resignieren. Weit vor Spielschluss verlor der 66 Jahre alte Pesic, der als Trainer Weltmeister und Euroleague-Sieger wurde, die Hoffnung gegen einen ĂŒbermĂ€chtigen Gegner.

Seine Mannschaft prĂ€sentierte sich nach dem Wechsel zwar besser, konnte den entstandenen Schaden aber nicht mehr reparieren. Seit dem Aufstieg 2011 war es die deutlichste Playoff-Pleite der MĂŒnchner. In der zweiten Halbfinalserie hatten die Frankfurt Skyliners am Samstag zum 1:2 verkĂŒrzt. Die Hessen gewannen gegen ratiopharm Ulm vor eigenem Publikum deutlich mit 85:54 und verkĂŒrzten in der Best-of-five-Serie auf 1:2. Im zweiten (sechs ZĂ€hler) und dritten Viertel (neun) kamen die Ulmer nicht einmal auf eine zweistellige Punktausbeute. Spiel vier in dieser Serie findet am Dienstag (19.30 Uhr) in Ulm statt.

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